Nachbeben erschüttern Inseln vor Indonesien

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Nach den Beben vom Mittwoch haben sich verängstigte Menschen in den Straßen von  Padang versammelt. Foto: Zulkifli

Nach dem Erdbeben vor Sumatra in Indonesien gibt es auf den Mentawai-Inseln vor der Küste Nachbeben. Helfer des Militärs und Katastrophenschutzes werden geschickt, zur Vorsicht. Denn dort sind schon einmal Hunderte Menschen gestorben.

Jakarta (dpa) - Auf den Mentawai-Inseln vor Indonesien hat es nach dem starken Erdbeben vom Mittwoch mindestens zwei größere Nachbeben gegeben. Wie schon am Vortag seien jedoch keine Schäden verzeichnet worden, berichtet die für die Region zuständige Behörde für Katastrophenschutz.

Die Mentawai-Inseln rund 150 Kilometer vor der Küste lagen besonders nah am Zentrum des Bebens. Als Vorsichtsmaßnahme wurden Helferteams des Militärs und des Katastrophenschutzes zu den Inseln geschickt. Man wolle sicherstellen, dass die Menschen in entlegenen Gebieten in Sicherheit seien, sagte ein Sprecher.

Das Beben am Mittwoch hatte nach Angaben der indonesischen Erdbebenwarte eine Stärke von 7,8. Deutsche Seismologen gingen von 7,7 aus. Die Behörden hatten Tsunami-Alarm ausgelöst, doch blieben zerstörerische Wellen aus. Bei dem Beben im Meer rund 800 Kilometer vor der Küste verschoben sich Erdplatten horizontal.

Tsunamis werden ausgelöst, wenn eine Platte deutlich absackt. Das passierte bei dem verheerenden Beben am 2. Weihnachtstag 2004. Das Epizentrum lag ebenfalls westlich von Sumatra. Damals breiteten sich meterhohe Tsunamiwellen über tausende Kilometer im Indischen Ozean aus. 230 000 Menschen kamen ums Leben. Im Oktober 2010 waren nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 mit Tsunami auf den Mentawai-Inseln mindestens 400 Menschen ums Leben gekommen.

Rund um Indonesien bebt häufig die Erde. Der südostasiatische Inselstaat liegt in einer seismologisch aktiven Zone, in der es immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen kommt.

Helmholtz-Zentrum

US-Erdbebenwarte

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