Nachwuchs bei seltenem Sumatra-Nashorn

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Sumatra-Nashorn-Weibchen Ratu hat in Gefangenschaft ein Junges zur Welt gebracht.

Jakarta - Wenn es von einer Art nur noch etwa 200 Exemplare gibt, ist jede Geburt ein Hoffnungsschimmer. In Indonesien ist ein Sumatra-Nashorn zur Welt gekommen.

Es erblickte am Samstag im indonesischen Nationalpark Way Kambas auf der indonesischen Hauptinsel Sumatra das Licht der Welt. Das sagte der Leiter des zuständigen Programms bei der Internationalen Nashorn-Stiftung, Bill Konstant, am Sonntag. In den vergangenen hundert Jahren habe es nur drei Fälle gegeben, in denen Sumatra-Nashörner in Gefangenschaft ein Baby geboren hätten, sagte ein Vertreter eines Nashorn-Reservats. Vermutlich gibt es von Dicerorhinus sumatrensis überhaupt nur noch rund 200 Exemplare, sie leben noch in Malaysia und Indonesien.

Nach Angaben des Chefs der indonesischen Nashorn-Stiftung, Widodo Ramono, waren die Mutter und der junge Nashornbulle in „großartiger“ Verfassung. „Eine Stunde nach der Geburt wurde das Baby von der Mutter gesäugt“, ergänzte Ramono. „Diese Geburt stärkt unsere Hoffnung auf den Erhalt dieser Nashörner.“

Der süßeste Nachwuchs der Tierwelt

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Nachwuchs im Dresdner Zoo: Der am 4. August 2008 geborene und noch namenlose Zebrahengst springt hinter seiner Mutter "Kirby" durch das Gehege. © dpa
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Ein Alpaka und ein Alpakajunges im Tierpark Hellabrunn. © dpa
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Ein neugeborener Seelöwe in Vergnügungspark in Südkorea. Er wurde am 27. Juni 2008 geboren. © dpa
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Erstmal kräftig schütteln: Das kleine Seebär-Mädchen "Bonita" erblickte am 8. Juli 2008 das Licht der Welt. © dpa
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Neugierig blickt das kleine Seebär-Mädchen "Bonita" während ihres ersten Ausflugs ins Freigehege im Tierpark Hagenbeck in Hamburg um sich. © dpa
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Babyelefant "Shanti" kühlt sich im Schutz von Mutter "Khaing Hnin Hnin" in einem Kinder-Planschbecken im Zoo in Hannover ab. © dpa
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Der süße Asiatische Elefant wurde am 19. Juli 2008 im Selwo Aventure Zoo in Estepona in Spanien geboren. © dpa
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Im Zoo im brandenburgischen Eberswalde (Barnim) hat eine etwa fünf Wochen alte Schnee-Eule eine tote Maus im Schnabel. © dpa
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Drei Flamingo-Babys stehen im Osnabrücker Zoo in ihrem Gehege. Zwischen 10. und 13. Juli 2008 gab es dort dreimal Nachwuchs bei den Flamingos. © dpa
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Ein frisch geschlüpfter Andenflamingo wird im Berliner Zoo von seiner Mutter gefüttert. © dpa
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Der Publikumsliebling schlechthin: Eisbärjunge "Knut" hält im Berliner Zoo einen Ast fest. © dpa
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Nachwuchs bei den Lamas: Der Tiergartenchef Mathias Bussenius vom Tiergarten Halberstadt (Harzkreis) läuft mit dem kleinen Lama "Söckchen" durch's Gehege. © dpa
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Mit sichtbarer Mutterliebe liebkost die Malaienbärin Tina ihr Junges, die kleine Malaienbärin Lailani, im Tierpark in Berlin Friedrichsfelde. © dpa
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Mit seiner Mutter Tina balgt der kleine Malaienbär Lailani im Tierpark in Berlin Friedrichsfelde. © dpa
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Ein Marabu-Baby im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Die aus Afrika stammenden, aasfressenden Tiere gehören zu der Familie der Störche und haben eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern. © dpa
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Ein Marabu (Leptoptilos crumeniferus) spielt im Tierpark Hagenbeck in Hamburg mit einem Bambuszweig. © dpa
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Dieser junge südamerikanische Mirikina, auch Nachtaffe genannt, hält sich im Berliner Zoo an seiner Mama fest. © dpa

Viele Lebensräume sind großflächig zerstört worden. Zudem machen Wilderer Jagd auf die Tiere, ihrer wertvollen Hörner wegen. Die Nashörner leben bevorzugt in tropischen Regen- und Bergwäldern. Keine andere Nashornart ist so akut vom Aussterben bedroht, heißt es bei der IUCN weiter. Sumatra-Nashörner lebten nur noch in Reservaten, wo sie von Wächtern geschützt werden.

Es ist die erste derartige Geburt in einer indonesischen Schutzeinrichtung, teilte die Stiftung in Fort Worth (US-Staat Texas) mit. Das indonesische Team will Proben aus der Plazenta des Neugeborenen nehmen, um Stammzellen für spätere Untersuchungen zu gewinnen.

Mutter Ratu ist zwölf Jahre alt. Für sie ist es bereits die dritte Schwangerschaft, die beiden ersten endeten nach einem und zwei Monaten. Der elf Jahre alte Vater Andalas wurde aus den USA in die Einrichtung gebracht, zur Paarung kam es im März 2011. Die Betreuer hoffen, dass Andalas auch mit den beiden weiteren Weibchen dort Nachwuchs haben wird. In der freien Wildbahn sind die Tiere für gewöhnlich Einzelgänger.

Dolchgriffe aus Rhinozeroshorn galten im Jemen als Statussymbol, berichtet die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF). Auch in der traditonellen asiatischen Medizin sei das Horn hoch geschätzt, der Wert der Substanz übertreffe jenen von Gold. „Die chinesische Medizin schreibt dem Horn vor allem fiebersenkende Wirkung, Heilkräfte gegen Epilepsie, Malaria, Vergiftungen und Abszesse zu.“

dpa

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