Appell an Scharf und Söder

Naturschützer fordern mehr Verantwortung für Grünes Band

Nürnberg - Naturschützer haben von der Staatsregierung mehr Verantwortung für das Grüne Band entlang der bayerisch-tschechischen Grenze gefordert.

Umweltministerin Ulrike Scharf und Heimatminister Markus Söder (beide CSU) müssten eine nachhaltige Entwicklung der Grenzregionen mit einem eigenen Förderschwerpunkt anstoßen, sagte der Vorsitzende des Bund Naturschutz (BN), Hubert Weiger. "Eine umfassende aktuelle Bestandsaufnahme der Lebensräume und Arten auf der bayerischen Seite des Grünen Bandes ist hierbei Voraussetzung."

Insbesondere die intensive Landwirtschaft und Gewerbeansiedlungen bedrohen laut BN das Naturerbe und die einzigartige Erinnerungslandschaft. Das Grüne Band umfasst mehr als 12 500 Kilometer entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer.

In Bayern stünden von den 346 Kilometern des Grünen Bandes lediglich 32 Prozent unter Naturschutz, betonte die Leiterin des BUND-Projekts, Liana Geidezis. "Auf tschechischer Seite sind die naturnahen Flächen entlang des Grünen Bandes mit 94 Prozent weitaus umfassender unter Schutz gestellt." Flächenankauf sei oft der einzige Weg, Lebensräume für bedrohte Tierarten wie die Waldbirkenmaus, das Birkhuhn, Schwarzstorch, Wachtelkönig, Luchs, Fischotter und Gartenschläfer zu sichern.

Infos Grünes Band

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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