Nazi-Opfer im Rollstuhl erneut überfallen

London - Erst wurde er Opfer rechtsextremer Gewalttäter im brandenburgischen Mahlow, nun überfielen Räuber den seither querschnittgelähmten Briten Noel Martin im englischen Birmingham.

+++ Der Brite Noel Martin ist gestorben. Seit einem rassistischen Anschlag vor 24 Jahren in Brandenburg war der Mann querschnittsgelähmt+++.  

Drei Männer seien am späten Montagabend in Martins Haus eingedrungen und hätten ihn und zwei seiner Pfleger mit vorgehaltener Waffe gezwungen, den Safe zu öffnen, berichtete der britische Sender BBC. Nach Angaben der Zeitung “Der Tagesspiegel“ (Freitag) war das Geld darin für die Wartung von Martins Rollstuhl vorgesehen. Die Polizei beschrieb die Tat als “besonders hinterhältig“.

Der dunkelhäutige Martin war als Bauunternehmer tätig, bis er am 16. Juni 1996 gemeinsam mit Arbeitskollegen in Mahlow von einer Gruppe junger Leute angegriffen wurde. Nach einem Steinwurf auf seinen Wagen kam der damals 36-Jährige von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Seither ist der gebürtige Jamaikaner völlig auf fremde Hilfe angewiesen. Die beiden Täter wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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