Neonazi-Netzwerk in Gefängnissen bleibt ohne Folgen für Beschuldigte

Frankfurt/Wiesbaden. Das vor gut einem Jahr aufgedeckte Neonazi-Netzwerk in deutschen Gefängnissen hat keinerlei juristische Folgen für die Betroffenen.

Ermittlungen gegen 13 Beschuldigte seien eingestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main auf Anfrage der dpa mit. Es habe nicht bewiesen werden können, dass die Gruppierung Nachfolger der 2011 verbotenen "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG) werden sollte.

Als Drahtzieher des im April 2013 bekanntgewordenen Netzwerks galt ein Kasseler Neonazi, der in der osthessischen Justizvollzugsanstalt Hünfeld inhaftiert war. Gut zwei Dutzend Häftlinge aus verschiedenen Bundesländern sollen nach einer Übersicht von damals Kontakt mit der Gruppe gehabt haben.

Übrig blieben 13 Ermittlungsverfahren, von denen vier Hessen betrafen - drei Häftlinge in Hünfeld und einen in Kassel. Ermittelt wurde auch gegen je einen Häftling in Berlin, Diez (Rheinland-Pfalz), Meppen (Niedersachsen) und Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern). Die übrigen fünf Beschuldigten seien nicht in Haft gewesen. (lhe)

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