Zahl der Opfer steigt weiter

Nepal: Keine Hoffnung mehr auf Überlebende

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In Nepal sinkt die Hoffnung auf mehr Überlebende des Erdbebens.

Kathmandu - Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal rechnet die Regierung nicht mehr damit, noch weitere Überlebende in den Trümmern zu finden.

"Wir geben unser Bestes, aber ich glaube nicht, dass wir noch Überlebende finden werden", sagte der Sprecher des Innenministeriums, Laxmi Prasad Dhakal, am Samstag. Nach seinen Angaben stieg die Zahl der Todesopfer inzwischen auf über 6.600 und die Zahl der Verletzten auf über 14.000.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstag vergangener Woche weite Teile des Landes zerstört. Trotz der Bemühungen von Bergungsteams aus 20 Ländern wurde seit Donnerstagabend niemand mehr lebend aus den Trümmern geborgen. Regierung und Hilfsorganisationen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Todesopfer weiter erhöhen wird. Allein tausend EU-Bürger werden nach Angaben von Diplomaten in dem Himalaya-Staat vermisst.

Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, appellierte an die EU-Staaten, ihre Unterstützung für die Menschen im Nepal zu verstärken. "Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Situation vor Ort ist schrecklich", sagte er der "Welt" (Samstagsausgabe). Das Land brauche jetzt am dringendsten Hilfsgüter wie Zelte, Decken, Hygieneartikel und Generatoren - aber auch "mobile Krankenstationen, Schwestern und Ärzte" würden benötigt. Stylianides kündigte weitere Hilfen der EU-Kommission an, konkrete Zahlen nannte er aber zunächst nicht. Die Vereinten Nationen hatten um Hilfe in Höhe von 380 Millionen Euro gebeten.

AFP

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