Umfrage ergibt:

Das nervt am Fernsehen: Werbung, langweilige Shows und zu viel Casting

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Castingshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ nerven die Zuschauer: Hier die Jury der elften DSDS-Staffel (von links) Marianne Rosenberg, Mieze, Kay One und Dieter Bohlen.

Manchmal ist Fernsehen eine wahre Wohltat: Zur Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag, zur Unterhaltung, allein oder gemeinsam mit Freunden. Die Deutschen verbringen laut der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung im Schnitt 221 Minuten am Tag vor dem Fernseher, Tendenz: sinkend.

Ein möglicher Grund dafür ist die Konkurrenz, die das Fernsehen durch das Internet bekommen hat, ein anderer ist das Programm, das die Fernsehsender anbieten. Im Auftrag der Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ (Bauer Media Group) hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid mit der Befragung von 1004 Teilnehmern nun herausgefunden, was die Deutschen am Fernsehen wirklich nervt.

Top 5 der Störfaktoren

1: Endlose Werbeblöcke (86 Prozent)

2: Langweilige Shows (72 Prozent)

3: Zu viele Castingshows (71 Prozent)

4: Gute Sendungen laufen zu spät (70 Prozent)

5: Zu viel Gewalt (57 Prozent)

Quelle: Auf einen Blick/Bauer Media Group

Auf Platz eins der Störfaktoren sehen 86 Prozent der befragten TV-Zuschauer die langen Werbeblöcke. 72 Prozent beklagen die gähnend langweiligen Shows, die es zuhauf im Fernsehen gibt. Noch schlimmer empfinden es die Zuschauer, wenn die immergleichen geladenen Prominenten dann auch noch in Sachen Eigenwerbung unterwegs sind. Die Show-Krise zeigt sich auch auf Platz drei der nervigsten Dinge im Fernsehen: 71 Prozent der Befragten sind genervt vom Castingwahn der deutschen Sender, die trotz extrem rückläufiger Quoten an Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ festhalten: 2015 geht die Sendung mit Dieter Bohlen in die zwölfte Runde.

Dass „gute Sendungen“ zu spät laufen, gefällt 70 Prozent der Befragten nicht - als Beispiel dafür kann man den katastrophalen, weil nächtlichen Sendeplatz anführen, den der NDR für die erste Staffel des „Tatortreinigers“ wahrnahm. Erst nach einem Grimme-Preis produzierte er überhaupt neue Folgen. 57 Prozent der befragten Fernsehzuschauer finden, dass es zu viel Gewalt zu sehen gibt - ob der Krimischwemme im deutschen Fernsehen ist das kaum verwunderlich. Glimpflich kommen mit 30 Prozent, die genervt sind, dennoch die oft ähnlichen „Tatort“-Fälle davon. Wenn allerdings die Handlung dort zu unrealistisch wird, finden das 43 Prozent doof.

Ein Drittel der Befragten ist genervt von kurzfristigen Programmänderungen, ein Fünftel von Fußball-Liveübertragungen, mehr noch vom Gerede der Fußball-Kommentatoren. Weitere Störfaktoren sind die Masse an Kochsendungen, Wiederholungen und zu laute Hintergrundmusik.

Von Sina Beutner

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