1. Startseite
  2. Welt

„Abzocke“: Ehemaliger Staatsminister wütet über Netto-Besuch – 30 Euro Bußgeld

Erstellt:

Von: Felix Herz

Kommentare

Der ehemalige Staatsminister Eberhard Sinner überschritt die Parkzeit beim Netto-Einkauf – und beschwerte sich anschließend über hohe Gebühren. (Symbolbild)
Der ehemalige Staatsminister Eberhard Sinner überschritt die Parkzeit beim Netto-Einkauf – und beschwerte sich anschließend über hohe Gebühren. (Symbolbild) © Lindenthaler / STPP / IMAGO

Der frühere Staatsminister Bayerns, Eberhard Sinner, überschritt seine Parkzeit bei Netto – und wurde anschließend für viel Geld zur Kasse gebeten.

München – Eberhard Sinner war in den 2000er Jahren politisch in Bayern tätig – unter anderem als Leiter der Staatskanzlei. Heute ist der 78-Jährige nicht nur Staatsminister a. D., er ist auch sehr aktiv auf Twitter. In seinen Tweets bezieht er Stellung zu aktuellen Themen wie dem Klimawandel, dem Ukraine-Krieg oder Corona. Doch auch die ein oder andere Geschichte aus seinem Alltag landet auf Twitter – wie seine Wut über sehr teure Parkgebühren bei Netto.

Staatsminister a. D. mit Wut-Tweet über Discounter Netto: „Ich habe nicht vor ...“

Am Montag, 5. Dezember, setzte Sinner einen Tweet ab, in dem er von einem vergangenen Besuch bei Netto berichtet. Demnach hatte er den Parkplatz des Lebensmitteldiscounters genutzt, wie merkur.de berichtet. „Bei Netto geparkt, Parkzeit überschritten“, heißt es zu Beginn des Tweets.

Dafür wurde er von einer „VKS GbR Rostock mit 30,10 € zur Kasse gebeten“. Zudem sei das Schreiben ein „Muster“ an Kundenfreundlichkeit gewesen, schreibt der ehemalige Staatsminister Bayerns sarkastisch. Aus seiner Wut über den Parkplatz-Besuch bei Netto lässt Sinner nun auch Taten folgen: „Ich habe nicht vor, bei Netto jemals wieder einzukaufen“, heißt es in dem Tweet.

Erst vor weniger war Netto ebenfalls in den Schlagzeilen – weil Thomas Gottschalk für den guten Zweck an der Kasse saß.

Netto: Ehemaliger Staatsminister berichtet über „Abzocke“ auf Discounter-Parkplatz

Sinner nimmt in seinem Tweet kein Blatt vor den Mund – bei den 30,10 Euro Gebühren für die überschrittene Parkzeit handele es sich um „Abzocke“, dafür sei er nicht zu haben. Tatsächlich gibt es regelmäßig Beschwerden über teure Knöllchen nach Supermarkt-Besuchen.

Ehemaliger Staatsminister Bayerns wütet über Netto-Besuch - Verbraucherzentrale warnt

Sogar die Verbraucherzentrale warnt davor. Da es sich bei den Supermarkt-Parkplätzen um private Grundstücke handelt, kommen die Gebühren bei überschrittenen Parkzeiten nicht von städtischen Behörden, sondern von privaten „Parkraumbewirtschaftern“. Verbraucherzentrale.de schreibt: „Ein erhöhtes Entgelt von 30 Euro als Untergrenze wird vom BGH (BGH, Urteil vom 18.12.2019 – XII ZR 13/19, Rn. 24) als zulässig angesehen.“ So sehr sich Eberhard Sinner ärgert – mit dem teuren Knöllchen muss er leben. (fhz)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion