Ins Netz gegangen: Wie man sich über eine Partnerbörse verliebt

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Über eine Partnerbörse im Internet haben bereits 5,4 Millionen Deutsche die große Liebe gefunden.

Was vor zehn Jahren als Akt der Verzweiflung gewertet worden wäre, ist heute gesellschaftlich akzeptiert und höchst erfolgreich: das Kennenlernen von potenziellen Partnern bei einer Internet-Partnerbörse. Im Jahr 2010 gaben deutsche Singles auf der Suche nach der großen Liebe im Internet fast 190 Millionen Euro aus. Für 5,4 Millionen Deutsche hat sich die Investition gelohnt: Sie haben ihren Traumpartner per Mausklick gefunden. Wir haben vier außergewöhnliche Erfolgsgeschichten zusammengestellt.

Eine Freundin überredete Stella im Netz nach einer neuen Liebe zu suchen. Kurzerhand meldeten sie sich zusammen bei einer Partnerbörse im Internet an. Als Stella die Partnervorschläge durchstöberte, musste sie schmunzeln. Ganz oben auf der Liste der ausgewählten Kandidaten, stand kein Unbekannter, sondern ihr Nachbar. Beide wohnten seit Jahren Tür an Tür, grüßten sich immer freundlich auf der Straße. Doch auf die Idee, füreinander bestimmt zu sein, kamen sie nicht. Sie schrieb ihn an und obwohl sie sehen konnte, dass er online war, kam keine Antwort zurück. Kurz darauf läutete es an der Tür. Stella konnte ihren Augen kaum glauben. Vor ihr stand Thomas von nebenan. Es stellte sich heraus, dass er schon immer ein Auge auf sie geworfen hatte. Es fehlte ihm schlichtweg der Mut, sie anzusprechen.

Date im Baumarkt

Mia musste aus beruflichen Gründen nach Köln ziehen. In der neuen Stadt fühlte sie sich völlig fremd und einsam. Noch mitten im Umzugsstress meldete sie sich deshalb, mehr aus Langeweile als aus Überzeugung, bei einer Partnerbörse an. Nach der Arbeit klickte sie sich durch die vorgeschlagenen Profile. Einer der angeblichen Traumkandidaten stach ihr ins Auge - nicht unbedingt aus Sympathie, vielmehr wegen seines Berufes. Tobias war Gas- und Wasserinstallateur und Mia dachte an ihre unfertige Ikea-Küche. Ohne lang zu überlegen, schrieb sie ihn an und bat ihn um Hilfe. Ihr erstes Date hatten die beiden im Baumarkt. Danach schraubten sie zusammen an der Küche, die bald ihre gemeinsame sein sollte. Nach zwei Monaten zogen Mia und Tobias zusammen.

Herrchen sucht Frauchen

Im Fall von Steffi und Marc übernahmen ihre Hunde das Kennenlernen. Beide hatten ein Profil bei einer Tier-Community angelegt. Hier schlüpften Steffi und Marc in die Rolle ihrer Haustiere, einem Schäferhund und einer Mischlings-Dame. Nach einem netten Online-Flirt verabredeten sie sich zum gemeinsamen Gassigang im Englischen Garten. Bis zu diesem Zeitpunkt kannten die beiden Tierbesitzer lediglich die Profilbilder ihrer Hunde. Der Funke sprang aber sofort über. Steffi und Marc unterhielten sich über ihre Lieblinge, fanden schnell auch andere Gesprächsthemen und auch die Hunde schienen sich auf Anhieb blendend miteinander zu verstehen.

Liebe kennt keine Grenzen

Die alleinerziehende Mutter Viola glaubte nicht mehr an die große Liebe per Mausklick. Sie hatte viele Dates mit Online-Bekanntschaften, doch ebenso viele Enttäuschungen hinter sich. Kurz bevor ihr Halbjahres-Abo auslief, setzte sie noch einmal alles auf eine Karte und erweiterte ihren Suchradius auf weltweit. Ein Irländer machte sie neugierig. Graham schaffte es auf sagenhafte 90 von 100 Matching-Punkten. Ohne lang zu überlegen nahm sie Kontakt zu ihm auf. Nach unzähligen E-Mails und stundenlangen Telefonaten, besuchte Graham Viola das erste Mal in Berlin. Sie holte ihn vom Flughafen ab und sie verbrachten wundervolle Stunden. Obwohl Berlin und Dublin fast zweieinhalb Flugstunden auseinanderliegen, sehen sie sich seitdem alle vier bis sechs Wochen und planen eine gemeinsame Zukunft in Irland.

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