Regierung unter Druck

Smog-Alarm in Neu Delhi - Notmaßnahmen angekündigt

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Im Smog und Staub von Neu Delhi ist die Kleinfamilie auf ihrem Moped kaum noch zu erkennen. Die Sichtweite liegt nur bei 400 Metern.

Neu Delhi - Wegen einer gefährlich hohen Luftverschmutzung haben die Behörden in Neu Delhi Notfallmaßnahmen angekündigt. Unter anderem werden die Schulferien um drei Tage verlängert.

Das sagte der Regierungschef der rund 17 Millionen Einwohner zählenden indischen Hauptstadt, Arvind Kejriwal, nach einer Kabinettssitzung. Bau- und Abrissarbeiten in der Metropole sollen für fünf Tage ausgesetzt und ein Wärmekraftwerk für zehn Tage geschlossen werden. Dieselgeneratoren dürften nur noch in Krankenhäusern genutzt werden, und größere Straßen würden vorerst nur noch einmal pro Woche gereinigt. Auch Kricket-Partien wurden am Wochenende abgesagt.

Unterdessen hatten sich Hunderte Demonstranten zu Protesten in Delhi versammelt, um die Regierung zum Handeln aufzufordern. Unter anderem waren extrem hohe Feinstaubwerte gemessen worden.

Dem Zentrum für Wissenschaft und Umwelt in Neu Delhi zufolge ist die Smog-Belastung derzeit so hoch wie seit 17 Jahren nicht mehr. Schuld daran sind unter anderem Straßenverkehr, Landwirtschaft sowie Industrie-Emissionen.

Nach Angaben der zuständigen Behörde des Ministeriums für Geowissenschaften schwankten die Konzentrationen der Teilchen mit weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser (PM2,5) an verschiedenen Messpunkten in der indischen Hauptstadt zuletzt zwischen 400 und 900 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine jährliche Belastung mit diesen Teilchen von gerade noch 10 Mikrogramm pro Kubikmeter unbedenklich. Die Teilchen können sich tief in Bronchien und Lungenbläschen festsetzen.

dpa

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