Neuartiger Batteriespeicher für die Forschung in Aachen

+
Innovative Batteriespeicher sind wichtig für die Zukunft von erneuerbaren Energien. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Viel Sonne bringt viel Strom. Das Stromnetz kann aber nichts speichern. Forscher bauen daher eine Großbatterie, die später in den Versuchs- und Praxistest gehen soll.

Aachen (dpa) - In Aachen hat der Bau eines herausragenden Batteriegroßspeichers für Forschungszwecke begonnen. Vor allem für erneuerbare Energien könnte die Speichertechnologie eine tragende Rolle zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage spielen.

Das teilten das Eon Energieforschungszentrum und die Projektpartner beim offiziellen Baubeginn mit. Das Besondere an dem Prototyp sei der Aufbau aus fünf Modulen mit unterschiedlichen Batterietechnologien. Wissenschaftler wollen mit der Fünf-Megawatt-Anlage erproben, welcher Speichertyp für das Stromnetz am wirtschaftlichsten ist, und in welchen Fällen eine Kombination der Systeme sinnvoll sein wird. Die Erkenntnisse sollen in die nächste Generation von Batteriespeichern einfließen.

"Die Batterietypen, die alle durch die Bank nicht neu sind, werden zu einem Fünf-Megawatt-Speicher zusammengebaut", erklärte Jens Tübke, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Batterien, die nicht an der Anlage beteiligt ist. "Man kann da sicherlich viel simulieren, berechnen und überlegen. Aber letztlich muss man es in der Praxis durchgespielt haben, mit einem Speicher bestimmte Regelaufgaben oder Netzaufgaben zu erfüllen." Dieses Demonstrationszentrum sei wahrscheinlich einzigartig.

Die Anlage M5BAT soll 2016 in einem umgebauten Bürogebäude in Betrieb gehen. Die Batterien und alle Komponenten des Stromspeichers, der aus Lithium-Ionen-Technologie, Hochtemperatur- und Blei-Technologie besteht, werden auf 500 Quadratmetern aufgebaut und an das örtliche Stromnetz angebunden. Die Gesamtkosten von 13,4 Millionen Euro werden zur Hälfte vom Bund getragen. Beteiligt sind auch die Industrie und die RWTH Aachen.

Durch den wachsenden Anteil an schwankenden und nicht vorhersehbaren Energiequellen wie erneuerbare Energien oder Energie aus Kraft-Wärmekopplung entstünden Ungleichgewichte im Netz, sagte der Direktor des Forschungszentrums Professor Rik W. De Doncker.

Batteriespeicher, die für die kurzfristige Speicherung als kostengünstigstes System gelten, könnten den Ausgleich übernehmen. Mit der Anlage soll die technische und wirtschaftliche Eignung von Energiespeichern erprobt werden, wie es auf der Homepage des Projektes heißt.

Batteriegroßspeicher M5BAT

Frauhofer-Allianz Batterien

Eon Energy Research Center

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.