Neuer Glanz in alten Mauern

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Es muss nicht immer ein Neubau sein, um seine Vorstellungen vom individuellen Wohnen zu verwirklichen.

Gerade in beliebten Wohnlagen lohnt es sich, einem alten Schätzchen zu neuem Glanz zu verhelfen. Seit einem Jahr wohnt eine Familie jetzt in ihrem wunderschönen Kaffeemühlenhaus aus den 1930er-Jahren. Die Maklerin Kerstin Braun machte sie auf das zum Verkauf stehende Haus in zentraler Lage in Wilhelmshöhe aufmerksam und brachte die Familie auf die Idee, Arbeiten und Wohnen zu kombinieren. Vor dem Einzug lag allerdings ein halbes Jahr Umbauphase. Die Büroetage wurde komplett verändert und auch ein neuer Eingang gesetzt. „Das Haus hatte einen Renovierungsstau von vierzig Jahren. Auch die letzte Renovierung in den 70ern hatte aus heutiger Sicht Kurioses, wie ein lilafarbenes Bad, hervorgebracht. Das gab uns aber die Möglichkeit, alles genau nach unseren Wünschen zu gestalten“, erzählt der Hausherr. Die Büroetage bekam in Zusammenarbeit mit der Architektin Cornelia Issmer-Pfromm einen ganz neuen Grundriss. Klar, modern und hell werden hier nun die Kunden empfangen. Das Farbkonzept orientiert sich konsequent an den Logo-Farben des Unternehmens – Schwarz, Weiß mit roten Akzenten. „Dass der Umbau so reibungslos geklappt hat, haben wir der guten Zusammenarbeit der beauftragten Handwerksbetriebe zu verdanken, die alle aus der Region kommen“, sagt der Hausherr. Zahlreiche Details des Umbaus mussten mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt werden, steht das Kaffeemühlenhaus doch unter Ensembleschutz.

Wohnen auf zwei Etagen

Im Wohnbereich gelangt man über den Treppenaufgang zunächst in die repräsentative Diele. Von hier schwingt sich eine schöne Treppe mit schmiedeeisernem Handlauf in die Mansardenräume, die den Kindern und Gästen der Familie vorbehalten sind. Die edlen Eichenstufen kamen unter Teppichboden zum Vorschein.

In ihren privaten Räumen hat die Familie Alt und Neu gekonnt gemixt. Ein wunderschönes altes Eichenparkett sorgt im großzügigen Wohn- und Esszimmer für Gemütlichkeit. Der verglaste Erker lässt viel Licht herein und ist zu einem Lieblingsplatz geworden. Direkt daran an schließt sich die moderne, große Küche mit klaren Linien und spannendem Schwarz-Weiß Kontrast. Für Akzente sorgen leuchtend grüne Wandflächen. Das schwarz-weiße Farbkonzept hat die Familie auch in ihrem geräumigen Bad umgesetzt. Die Baupläne des Hauses waren im Krieg verbrannt. Dass die Familie nun das Baujahr ihres Hauses kennt, ist einem besonderen Fund zu verdanken. Unter vielen Schichten Tapete kamen im Treppenhaus Zeitungsseiten aus dem Jahr 1936 zum Vorschein. Diese haben nun einen Ehrenplatz in einem Glasrahmen gefunden.

Text: Sandra Hübner

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