„Anstößige Sprache“ entdeckt

Sportjournalistin darf sich nicht bei Online-Plattform anmelden - wegen ihres Nachnamens

Als sich eine Sportjournalistin aus New York bei einem Online-Netzwerk anmelden wollte, kam eine Fehlermeldung. Schuld war ihr Nachname, der als anstößig eingestuft und abgelehnt wurde.

New York - Natalie Weiner ist eine Sportjournalistin aus New York, die wegen ihres Nachnamens jetzt Ärger mit einer Online-Plattform bekam. „MaxPreps“ heißt das Social-Media-Netzwerk, bei der sich alles um High-School-Sport dreht und auf der sich Weiner nicht anmelden konnte. Der Grund: Ihr Nachname Weiner verstößt gegen die Richtlinien der Plattform. Umgangssprachlich wird das Wort „Weiner“ im englischen als Synonym für das männliche Geschlechtsteil benutzt.

Beim Versuch, einen Account anzulegen, kam deshalb folgender Hinweis: „Offensive language discovered in the last name field“ - im Feld Nachname sei also „anstößige Sprache“ entdeckt worden. 

Natalie Weiner: „Das ist das Beste, was mir je passiert ist“

Die Sportjournalistin nahm‘s mit Humor: „Das ist ohne Zweifel, das Beste, was mir jemals passiert ist“, schreibt Weiner samt einem Screenshot der Fehlermeldung amüsiert auf Twitter.

Anstößige Namen verboten: Twitter-User kennen das Problem 

Für ihre Follower ist die Story eine Steilvorlage. Sie berichten über eigene Erfahrungen, als soziale Netzwerke ihre Namen als anstößig oder erfunden bemängelt hatten. So etwa Jen Dick, deren Nachname ebenfalls im englischen als Synonym für das männliche Geschlechtsteil benutzt wird:

Ähnlich erging es Mike Dickman: „Als ein Dickman weiß ich, dass es diese Kämpfe gibt“.

Arun Dikshit kennt die Probleme auch nur zu gut: „Ja, erlebe ich fast täglich“, antwortet er. 

Ähnlich erging es Paul Gay (übersetzt: schwul), der beim Versuch, eine Krankenversicherung abzuschließen, eine Fehlermeldung bekommen habe:

„Kenne ich“, schreibt auch Matt Cummings (cum heißt übersetzt Sperma):

Knapp 19.500 Mal (Stand: 4. September, 13 Uhr) wurde der Tweet bereits geteilt und wurde mehr als 95.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert.

Ähnlich erging es auch einer Facebook-Userin, die ein Foto von sich in der Badewanne postete. Das Netzwerk verwechselte ihren Ellbogen und löschte den Post, wie tz.de* damals berichtete.

va

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Instagram Natalie Weiner

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