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Ende der Ferien-Bevorzugung in Bayern? NRW-Minister sieht Spielraum – Schulexperte will „Axt“ ansetzen

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Von: Felix Herz

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Mit der Ferien-Bevorzugung Bayerns ist NRW-Ministerpräsident Wüst (CDU) alles andere als zufrieden (Symbolbild).
Mit der Ferien-Bevorzugung Bayerns ist NRW-Ministerpräsident Wüst (CDU) alles andere als zufrieden (Symbolbild). © Rüdiger Wölk / IMAGO

Die Schulen in Bayern starten immer als Letzte in die Sommerferien. Ein Umstand, den NRW-Ministerpräsident Wüst so nicht länger hinnehmen will.

München / Düsseldorf – In Deutschland haben die Schulen je nach Bundesland verschiedene Sommerferienzeiten. Zwar werden benachbarte Bundesländer angeglichen, damit diese gleichzeitig Urlaub haben, generell starten und enden die Sommerferien aber zu verschiedenen Zeitpunkten. Sinn des Ganzen ist, dass nicht alle Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik gleichzeitig in den Urlaub fahren – und so ein gigantisches Reisechaos verursachen, weiß zdf.de.

Doch es gibt Ausnahmen: Bayern und Baden-Württemberg zum Beispiel. Diese südlichen Bundesländer starten später in die Sommerferien, als der Rest. Das hat unterschiedliche Gründe, unter anderem, dass die Kinder in Bayern im Spätsommer bei der Ernte helfen müssen. Hendrik Wüst (CDU), seines Zeichens Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, möchte nun ein Ende dieser Bevorzugung herbeiführen.

Wüst gegen Bayern-Ferien: Ende der Bevorzugung geplant

Das Agrar-Argument zählt für Wüst nicht mehr. Angesprochen auf das Thema bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf sprach sich Wüst laut ksta.de dafür aus, dass diese Ungleichbehandlung bei der anstehenden Kultusministerkonferenz zur Sprache kommen soll.

Wüst merkte an, dass er froh sei, dass Bayern eine „erfolgreiche Entwicklung weg von einem reinen Agrarland“ genommen hat. Dies ermögliche nun den „Spielraum“, um in der Kultusministerkonferenz einen Schritt weiterzukommen, heißt es auf ksta.de.

SPD-Unterstützung für Wüst: Schulexperte will die „Axt“

Zustimmung erhielt Wüst von SPD-Schulexperte Jochen Ott. Er sehe nicht ein, warum die südlichen Bundesländer den späteren Ferienstart für sich in Beschlag nehmen, schreibt ksta.de. NRW sei das bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland, die Ernte-Geschichte sei lange vorbei und es sei an der Zeit, dass die Landesregierung „mal die Axt“ an der Bevorzugung Bayerns anlegen würde.

Vor allem im nächsten Jahr ist der Unterschied Stand jetzt groß: Während in NRW die Sommerferien 2023 Mitte Juni starten und am 4. August bereits enden, möglicherweise noch vor den großen Hitzewellen, beginnen die Sommerferien in Bayern erst am 31. Juli 2023 und gehen bis Anfang September. (fhz)

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