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Putin-Vertrauter: Patriarch Kirill rutscht in Gottesdienst auf Weihwasser aus

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Von: Teresa Toth

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Der Moskauer Patriarch Kirill gilt als einer der wichtigsten Unterstützer von Wladimir Putin und seinem Angriffskrieg.
Der Moskauer Patriarch Kirill gilt als einer der wichtigsten Unterstützer von Wladimir Putin und seinem Angriffskrieg. © Mikhail Metzel/dpa

Kirill, Moskauer Patriarch und Unterstützer Putins, rutscht bei einem Gottesdienst aus. In den sozialen Netzwerken kursieren schadenfrohe Kommentare.

Noworossijsk – Bei einem live im TV übertragenen Gottesdienst ist der Moskauer Patriarch Kirill gestürzt. Der Gottesdienst fand am Samstag (25. Juni) in Südrussland statt und war der Einweihung einer Kirche im südrussischen Hafen und Flottenstützpunkt Noworossijsk gewidmet. Der Sturz blieb „dank Gottes Gnade ohne Folgen“, sagte Kirill am Samstag anschließend laut der Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Der 75-Jährige hatte kurz vor dem Sturz einen Weihwasserkessel geschwenkt, wodurch Weihwasser auf den Boden kam. Auf diesem rutschte Kirill beim Gehen aus. Sein Sturz sei „auf die Gesetze der Physik“ zurückzuführen. „Der Boden ist wunderschön, in ihm kann man sich spiegeln, so glitzernd und glatt ist er. Aber wenn Wasser darauf kommt, selbst wenn es Weihwasser ist, so arbeiten die Gesetze der Physik“, daher sei er unglücklich „geschlittert“, so Kirill. Er konnte die Messe nach seinem Sturz fortsetzen.

Russland: Sturz des Moskauer Patriarch Kirill löst Kritik und Schadenfreude aus

In den sozialen Netzwerken, in welchen das Video des Sturzes zahlreich verbreitet wurde, reagierten einige Nutzerinnen und Nutzer mit Kritik und Schadenfreude auf den Unfall. Kirill ist nicht nur das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt, sondern auch einer der wichtigsten Unterstützer des Angriffskriegs von Wladimir Putin auf die Ukraine. Daher kommentierte der oppositionelle Telegram-Kanal „Solowjiny Pomjot“ den Sturz: „Der Herr hat Russland ein Zeichen gegeben, dass es eine Sünde ist, für den Genozid zu beten.“

Papst Franziskus traf sich bereits Anfang Mai zu einem Gespräch mit dem russisch-orthodoxen Kirchenoberhaupt Kirill. Dabei soll er den Moskauer Patriarch vor Wladimir Putin gewarnt haben. (tt/dpa)

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