Wetter: Prognose für Deutschland

Kommt jetzt der Winter? Polarwirbel bringt Frost und arktische Kälte

Steht im Januar ein Arctic-Outbreak bevor? Meteorologen wagen eine Prognose für das Wetter in Deutschland.

Kassel – Nachdem uns das Wetter an den Weihnachtsfeiertagen vielerorts Schnee und Eis* gebracht hat, steigen die Temperaturen derzeit stetig an. Nach den Temperaturrekorden am Silvestertag* ist es auch in der Nacht zum 1. Januar ungewöhnlich mild geblieben. 

Wie Meteorologe Stefan Rubach vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte, war es die „wärmste Januarnacht seit Beginn der Wetteraufzeichnung“. Die Temperaturen blieben auch in der Nacht flächendeckend im zweistelligen Bereich. Die höchste Temperatur wurde danach an der Wetterstation Berlin-Tempelhof mit 11,8 Grad gemessen. 

Doch der kurze Frühling neigt sich laut den Wetter-Experten dem Ende und der Winter steht schon wieder in den Startlöchern. „Die milde Luft beginnt so langsam den Rückhalt zu verlieren“, erklärt Adrienne Jeske, Meteorologin von Wetter.net. Über dieses Wochenende hinweg gebe sich der Frühling aber noch nicht geschlagen. 

Kommt ein Arctic-Outbreak? Erster Kälteinbruch in erster Januarwoche zu erwarten

Eine Frostpeitsche vertreibt laut Wetter.com die frühlingshaften Temperaturen. Am Mittwoch (5. Januar) ist den Prognosen zufolge gebietsweise mit Schnee- und Graupelschauern zu rechnen. Der DWD warnt daher auch vor Glättegefahr.

Bereits im vergangenen Winter sorgte ein Polarwirbelsplit für extrem kalte Temperaturen mit jeder Menge Schnee. (Symbolbild)

Ersten Berechnungen des europäischen Modells ECMWF zufolge, könnte es also ab Heilige Drei Könige (Donnerstag, 6. Januar) einen Kälteeinbruch geben. Laut dem 42-Tage-Wettertrend des Portals Wetter.de droht im Norden Deutschlands ab der zweiten Januarhälfte sogar Dauerfrost. Es sei durchaus denkbar, dass Teile der Ostsee zufrieren, so die Meteorologen.

Weitere Wetter-News* gibt es auf der Themenseite der HNA.

Arctic-Outbreak im Januar: Vergangenen Winter sorgte ein Polarwirbelsplit für extrem kalte Temperaturen

Bereits im vergangenen Winter sorgte ein Polarwirbelsplit für extrem kalte Temperaturen mit jeder Menge Schnee. Dieses Phänomen könnte sich schon bald wiederholen. Laut dem RTL-Meteorologen Björn Alexander soll der Polarwirbel derzeit schwächeln.

Wenn er auseinanderbricht hat polare Kaltluft leichtes Spiel. „Der Polarwirbel schützt uns in Mitteleuropa vor der eiskalten Winterluft im hohen Norden. Aber nur, wenn er intakt ist. Ist der Wirbel geschwächt oder sogar geteilt, dann kann die Kaltluft aus dem Norden oder aus dem Osten bis nach Deutschland kommen“, sagt Alexander.

Sollte sich die Prognose bewahrheiten, könnten die Temperaturen in Deutschland bereits ab dem Jahreswechsel in den Dauerfrostbereich rutschen. Bei Schnee müsse man außerdem mit Temperaturen unter -10 Grad rechnen. Sollte der Polarwirbel wirklich auseinanderbrechen, könne uns ein langer und strenger Winter drohen. (Luisa Weckesser mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.