Füttern verboten

Nicht füttern: Experte zu falsch verstandener Tierliebe

+
Auch wenn es gut gemeint ist: Tierfreunde sollten Verbotsschilder beachten. Foto: Carsten Rehder/dpa

Tierfreunde meinen es oftmals etwas zu gut. Trotz Verbotsschilder füttern sie in Parks oftmals die Tiere. Das führt zu Problemen - denn diese finden auch so genug Nahrung.

Frankfurt (dpa) - In manchen Parks und Erholungsgebieten gibt es Schilder mit der Aufforderung: "Bitte nicht füttern". Schwäne und Enten, Tauben und Eichhörnchen reagieren dennoch prompt auf Tütengeraschel - und viele Spaziergänger streuen nur zu gerne Brotkrumen oder andere Leckereien aus.

Für Thomas Norgall, Naturschutzreferent bei der Naturschutzorganisation BUND Hessen, ist das ein Fall von falsch verstandener Tierliebe. "Die Tiere finden in der Umgebung ausreichend Nahrung - und das mitgebrachte Futter ist nicht unbedingt artgerecht."

Zudem übertreiben Norgall zufolge manche Tierfreunde, so dass vergammelndes Futter auf Grünflächen liegen bleibt. "Da ist dann Ärger mit anderen Spaziergängern vorprogrammiert." Oder es werden zu viele Tiere angelockt, was dann wieder zu Konflikten zwischen pelzigen oder gefiederten Artgenossen führt.

Besonders fragwürdig sind für Norgall Fütterungen bei Tieren wie etwa den Nutrias, die keine natürlichen Feinde haben und sich bei einem solchen Futter-Überangebot noch schneller vermehren. "Dort, wo sie sich stark vermehren, werden sie zunehmend ein Problem."

BUND Hessen

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.