Nicht füttern und Müll sichern: Wie man Wildschweine fernhält

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Auf der Suche nach Futter bleiben Wildschweine nicht nur im Wald, sondern wagen sich auch in heimische Gärten vor. Foto: Andrea Warnecke

Berlin (dpa/tmn) - Sie zerwühlen Gärten und schmeißen Mülltonnen um: Wildschweine können schnell zur Plage werden. Doch wenn Gartenbesitzer ein paar Tipps beachten, können sie sich vor den Borstentieren schützen. Kommt es trotzdem zu einer Begegnung, heißt es: Ruhe bewahren.

Ob in Parks, Grünflächen oder Gärten: Die Suche nach Futter führt Wildschweine immer wieder in Wohngebiete. Aber auch das mildere Stadtklima ist für die Tiere attraktiv. Außerdem wissen die Vierbeiner, dass sie in der Stadt keine leichte Beute für Jäger sind und fühlen sich dadurch sicherer. Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erklärt, wie man sich vor Wildschweinen im Garten schützt:

Nicht füttern: Wildschweine werden durch das Füttern nicht nur in die Stadt gelockt, sondern verlieren dadurch auch ihre Fluchtdistanz zum Menschen. Deshalb ist das Füttern der Tiere gesetzlich verboten und wird mit einem Bußgeld bestraft. Viele Gartenbesitzer sorgen aber auch mit Essensresten auf dem Komposthaufen indirekt für Nahrung, erklärt Heiermann. Wichtig sei, keine Speiseabfälle offen im Garten liegen zu lassen.

Müll sichern: Wildschweine sind Allesfresser und ernähren sich auch aus Abfalltonnen und Müllsäcken. Damit sie nicht an den Müll rankommen, ist es wichtig, die Tonnen gut zu verschließen. Müllsäcke sollten grundsätzlich erst morgens nach draußen gebracht werden. Die Tiere könnten sie sonst nachts aufreißen.

Zaun verstärken: Ein einfacher Maschendrahtzaun hindert ein Wildschwein nicht am Eindringen in den Garten. Die Tiere haben genug Kraft, um den Draht mit ihrem Kiefer zu verbiegen, erklärt Heiermann. Eine stabilere Alternative ist ein Stabgitterzaun aus Metall. Auch eine Betonborde kann dabei helfen, den Garten wildschweinsicher zu machen. Sie verhindert, dass sich die Tiere in das Grundstück wühlen. Aber Achtung: Der Garten sollte nicht hermetisch abgeriegelt werden. Igel und andere Kleintiere sind auf Durchgänge zwischen den Gärten angewiesen. Der Experte empfiehlt, kleine Lücken zu lassen.

Ruhe bewahren: Wer einem Wildschwein begegnet, sollte Ruhe bewahren, rät Heiermann. Die Tiere sind grundsätzlich scheu und friedliebend. Sobald sie Angst bekommen, verteidigen sie sich aber mit Bissen und haben genug Kraft, einen Menschen umzuwerfen. Wenn ein Wildschwein im Garten ist, sollte man sich zurückziehen und abwarten.

Hilfe holen: Die Borstentiere sollten nicht auf eigene Faust vertrieben werden. In solchen Fällen kontaktiert man besser die Naturschutz- oder Jagdbehörde. Im Notfall hilft auch die Polizei.

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