Sein Geiz bewahrte ihn einmal vorm sicheren Tod

Niederländischer Radprofi entkommt beiden Malaysia-Airlines-Katastrophen

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Maarten de Jonge

Amsterdam. Es grenzt an ein Wunder: Der niederländische Radprofi Maarten de Jonge ist bereits zweimal vorm sicheren Tod in einer Malaysia-Airlines-Maschine bewahrt worden. Im Falle des bis heute verschwundenen Fluges MH370 und der aktuellen Katastrophe um MH17 buchte er seine Tickets kurzfristig um.

Die Gründe für sein großes Glück waren laut der niederländischen Zeitung "Algemeen Dagblad" einmal Geiz und einmal der Wunsch nach dem Komfort, in einer Maschine zu fliegen, die nicht voll besetzt war. Da er Geld sparen wollte, entging er dem Abschuss des MH17-Fluges: Gegenüber niederländischen Medien bestätigte er, dass er sich im letzten Moment für einen Flug am Sonntag entschlossen habe, da dieser 300 Euro weniger gekostet habe. "Es hat mir also das Leben gerettet, dass ich Geld sparen wollte", zitiert ihn der deutsche Nachrichtensender NH24. Da der 29-jährige Profi seit 2014 als Straßenradrennfahrer für das Terengganu Cycling Team in Malaysia fährt, pendelt er häufig zwischen dem Fernost-Staat und seiner europäischen Heimat. Der Ausgang des Fluges MH17 war am Donnerstagabend eine Nachricht, die die gesamte Welt schockierte: 298 Menschen an Bord starben als das Flugzeug auf seinem Weg von den Niederlanden nach Asien über der Ostukraine abgeschossen wurde.

Live-Ticker zu den Ereignissen um den MH17-Abschuss

Ähnlich war es mit Flug MH370, der am 8. März von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur aus startete. Der Flieger verschwand auf dem Weg nach China mit 227 Passagieren an Bord. Bis heute ist nicht klar, was genau geschehen ist - noch immer laufen internationale Nachforschungen. Ermittler gehen davon aus, dass das Flugzeug im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist und die Wrackteile bislang nicht gefunden wurden. Maarten de Jonge hatte auch ein Ticket für diesen Unglücksflug. Doch er entschied sich recht kurzfristig für einen Flug, der 50 Minuten später abhob - weil das Flugzeug mit weniger Passagieren besetzt war.

Am Rande: Shitstorm auf Twitter

Jason Biggs

Der US-amerikanische Schauspieler Jason Biggs ("American Pie") hat auf dem Kurznachrichtendienst Twitter einen Sturm der Entrüstung (Shitstorm) losgetreten. Kurz nachdem der Absturz des MH17-Fluges der Malaysia Airlines am 17. Juli bekannt geworden war, schickte er folgenden Kommentar über Twitter hinaus in die Welt: „Will jemand meine Malaysia Air Flugmeilen kaufen?" Was offenbar als Scherz gedacht war, kam bei den Mitgliedern des Netzwerkes gar nicht gut an. Viele User sahen die Äußerung als Hohn gegenüber der Katastrophe, die 298 Todesopfer forderte. Kommentare wie "Werd erwachsen, Jason", "Über solche Situationen macht man keine Witze" und "Warum hörst du nicht mit Deiner Art von Humor einfach auf?" gehören zu den höflichen Äußerungen gegenüber dem 36-Jährigen. Inzwischen löschte der Darsteller den betreffenden Tweet. Stattdessen schickte er eine vierteilige Entschuldigung via Twitter - da ein Tweet maximal 140 Zeichen haben darf. Es sei nie seine Absicht gewesen, die Menschen zu verärgern. Die Tragödie mache in traurig und betroffen, seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer.

Hier geht es zu Jason Biggs' Twitter-Account.

Von Dorothea Backovic

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