Unglück in den Niederlanden

Zug kollidiert mit Hydraulikkran: Ein Toter

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Der Passagierzug wurde von der Wucht des Zusammenstoßes von den Gleisen geschleudert.

Amsterdam - Neun Uhr morgens: Ein Zug prallt gegen eine fahrbare Hebebühne. Waggons kippen um, der Lokführer stirbt. Die Unglücksstelle bietet ein Bild der Verwüstung.

Bei einem Zugunglück in den Niederlanden ist ein Mensch ums Leben gekommen. Sieben Passagiere wurden verletzt. Zwei von ihnen kamen ins Krankenhaus, wie der Bürgermeister des Unglücksortes Dalfsen, Han Noten, am Dienstag mitteilte. Fünf der Opfer wurden leicht verletzt. Bei dem Toten handelt es sich um den 49 Jahre alten Lokführer.

Der Regionalzug des Bahnunternehmens Arriva, eine britische Tochter der Deutschen Bahn, war am Morgen gegen 9.00 Uhr an einem Bahnübergang auf eine fahrbare Hebebühne geprallt. Der Zug entgleiste, mehrere Waggons stürzten auf die Gleise und in ein Maisfeld. Der vorderste Teil des Zuges mit der Kabine des Lokführers wurde völlig zertrümmert.

Der Fahrer des Hebebühnenwagens wurde vorläufig festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der 21-jährige Mann wollte nach Angaben des Bürgermeisters an dem mit Schranken gesicherten Bahnübergang die Gleise überqueren. „Es war vermutlich ein Einschätzungsfehler“, sagte Noten.

Bei dem Unglück starb ein Mensch.

„Ich hörte einen enormen Knall und dann raste der Zug ins Feld“, sagte eine Augenzeugin dem niederländischen Radio. Die elektrische Hebebühne sei dutzende Meter weit entfernt in einem Feld gelandet. Der Fahrer hatte sich den Zeugen zufolge mit einem Sprung aus zwei Meter Höhe in letzter Sekunde noch retten können. Er blieb unverletzt. „Er war schwer geschockt“, teilte der Bürgermeister mit.

Unklar ist, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Augenzeugen berichteten, dass der Fahrer des Hebebühnenwagens am Bahnübergang zunächst einen Zug abgewartet hatte. „Doch dann kam aus der anderen Richtung noch ein Zug und hat ihn voll erwischt“, sagte eine Mitarbeiterin eines Campingplatzes direkt an der Unglücksstelle dem niederländischen Radio.

Den Rettungsdiensten zeigte sich an der Unglücksstelle ein Bild der Verwüstung. Der blaue Regionalzug lag quer über den Gleisen. Die Hebebühne war total zertrümmert.

Dennoch sprach der Bürgermeister von „außergewöhnlich glücklichen Umständen, dass der Zug fast leer war“. Zur Zeit des Unglücks befanden sich in dem Zug nur etwa 15 Menschen. Doch während der Hauptverkehrszeit nutzen viele Pendler den Regionalzug auf der Strecke von Zwolle nach Emmen.

Die nationale Sicherheitsbehörde leitete eine Untersuchung zum genauen Hergang des Unglücks ein. Die Aufräumarbeiten sollen mehrere Tage dauern.

Der Direktor des Unternehmens Arriva, Anne Hettinga, sprach bei einem Besuch der Unglücksstelle von einem „harten Schlag“. Auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sprach den Angehörigen und den Verletzten sein Mitgefühl aus.

dpa

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