Einbeck im Süden von Niedersachsen

Demo gegen Rassismus: Polizei muss Eskalation verhindern

Niedersachsen: Demo gegen Rassismus in Einbeck (27.06.2020) - Demonstranten laufen mit Plakaten, Bannern und Mundschutz durch Einbeck.
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Niedersachsen: Demo gegen Rassismus - Demonstranten laufen mit Plakaten, Bannern und Mundschutz durch Einbeck.

In Einbeck, im Süden von Niedersachsen, findet eine Demo gegen Rassismus statt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

  • Demo gegen Rassismus und Gewalt im Süden von Niedersachsen
  • Polizei mit Großaufgebot vor Ort in Einbeck
  • Nach Sprengstoff-Anschlag auf Antifa-Aktivistin

Update vom Sonntag, 28.06.2020, 09.55 Uhr: Nur durch „einfache körperliche Gewalt“ konnten Polizeibeamte am frühen Samstagabend (27.06.2020) während einer Demonstration gegen Rassismus in Einbeck (Niedersachsen) eine Eskalation verhindern. Insgesamt zog die Polizei, die mit rund 200 Kräften im Einsatz war, aber eine positive Bilanz.

Der Einsatzleiter, Polizeioberrat Niklas Fuchs, sagte vor wenigen Minuten: „Insgesamt verlief der Aufzug mit etwa 350 Teilnehmern friedlich entlang der angemeldeten Aufzugsroute. Im Bereich der Wallanlagen musste jedoch verbal auf die Versammlungsleiterin eingewirkt werden, da der Aufzug auf die Polizeikette zugegangen ist und versucht hatte, diese immer weiter zurückzudrängen“.

Demo im Süden von Niedersachsen gegen Rassismus und Gewalt - Demo beendet

Update vom Samstag, 27.06.2020, 17 Uhr: Bis auf einen „kleinen“ Zwischenfall ist die offizielle Demonstration mit rund 350 Teilnehmern in Einbeck (Niedersachsen) vorerst beendet worden. Das hat der Polizeichef von Northeim Michael Wiener soeben mitgeteilt.

Im Bereich Einbecker Wall war der Demonstrationszug auf eine Absperrung mit Polizeibeamten zugegangen mit der Ankündigung, nicht stoppen zu wollen, so Weiner. Die dort eingesetzten Beamten seien zunächst aus Deeskalationsgründen zurückgewichen.
Nach einem Gespräch mit der Versammlungsleiterin habe der Demonstrationszug dann aber doch angehalten. Es sei zu keinerlei Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen, so Weiner weiter.

Niedersachsen: Unter dem Motto „Null Toleranz gegen Rassismus und rechte Hetze“ findet in Einbeck eine Demo statt.

Doch Feierabend haben die zahlreichen Polizeikräfte nach der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz in Einbeck noch nicht: Von der Versammlungsleitung wurde, wie schon am vorigen Samstag (20.06.2020), vor wenigen Minuten eine Spontan-Demonstration angemeldet. Rund 180 Teilnehmer machen sich nun erneut zu einem Demonstrationszug durch Einbeck auf den Weg. Dabei werden sie weiterhin von Polizeikräften begleitet. Vorigen Samstag war es im Rahmen der Spontan-Demo zu „Rangeleien“ zwischen Polizeibeamten und Linksextremisten gekommen (HNA berichtete).

Demo im Süden von Niedersachsen gegen Rassismus und Gewalt - rund 350 Teilnehmer

Update vom Samstag, 27.06.2020, 15.30 Uhr: Rund 350 Teilnehmer einer Demonstration gegen Rassismus und Gewalt sind soeben am Bahnhof in Einbeck (Niedersachsen) zu ihrem Zug durch die Innenstadt gestartet. Begleitet werden sie dabei von einem Großaufgebot der Polizei, die mit über 100 Beamten vor Ort ist.

Der Polizeichef von Northeim, Michael Weiner, teilt mit, dass die Veranstaltung bisher komplett friedlich verlief. Auch die Kooperationsgespräche im Vorfeld der Demonstration seien sehr gut gewesen. Derzeit sei die Polizei überwiegend damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Der Demonstrationszug führt durch die Innenstadt, dafür müssen mehrere Straßen kurzfristig gesperrt werden.

Niedersachsen: Demonstranten laufen mit bemalten Plakaten, Bannern und Regenschirmen durch Einbeck.

An der Demonstration, die unter dem Motto „Null Toleranz gegen Rassismus und rechte Hetze“ steht nehmen unter anderem Aktivisten aus Einbeck, Göttingen, Kassel und Hannover teil, so die Polizei weiter. Wir berichten weiter.

Demo im Süden von Niedersachsen: „Null Toleranz gegen Rassismus und rechte Hetze“

Erstmeldung vom Samstag, 27.06.2020, 08.30 Uhr: Einbeck- In Einbeck (Landkreis Northeim) im Süden von Niedersachsen soll am Samstag (27.06.2020) ab 14:30 Uhr eine Demo unter dem Motto „Null Toleranz gegen Rassismus und rechte Hetze“ stattfinden. Die Demonstration soll am Bahnhof Einbeck starten. Weiterhin sollen auch die Stationen Grimsehlstraße/Rosental, Benserstraße/Hägermauer und der Markplatz (vor dem alten Rathaus) angelaufen werden.

Demo im Süden von Niedersachsen: Polizei mit Unterstützung vor Ort

Von Beeinträchtigungen im Straßenverkehr ist auszugehen. Die Polizei Northeim wird die Demo mit Verstärkung von der Polizei Göttingen, der Bereitschaftspolizei Niedersachsen sowie der Polizei Hannover begleiten. Die Beschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz, wie ein ausreichender Abstand sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen, sind durch die Demonstranten laut Polizei Einbeck zwingend zu beachten.

Eine Internetrecherche der Polizei hat außerdem ergeben, dass öffentlich zu Straftaten aufgerufen wurde. Demonstrierende sollen laut Polizei „Einbecker Nazistrukturen angreifen“. In diesem Zusammenhang wurde ein Verfahren eingeleitet. Die Polizei schaut der Demo am Samstag (27.06.2020) in Einbeck (Süden von Niedersachsen) trotzdem positiv entgegen.

Demo im Süden von Niedersachsen: Polizei zeigt sich positiv

„Die Polizei Northeim hat allein in diesem Jahr 25 Versammlungslagen im Bereich der Stadt Einbeck begleitet und moderiert. Ich konnte mir von dem professionellen und angemessenen Vorgehen der eingesetzten Kräfte persönlich einen Eindruck verschaffen. Alles verlief bislang friedlich. Das ist hervorzuheben. Die Polizei musste nicht eingreifen und konnte sich auf verkehrsregelnde Maßnahmen konzentrieren. Alle Teilnehmenden konnten das verbriefte Grundrecht auf Versammlungsfreiheit uneingeschränkt wahrnehmen. Die öffentliche Aufforderung zu Straftaten allerdings tolerieren wir nicht. Die Polizei ist auf alles vorbereitet und wird, wo erforderlich, konsequent durchgreifen und die erforderlichen Maßnahmen lageangepasst treffen“, sagte Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen.

Demo im Süden von Niedersachsen: Attentat am Haus einer Demonstrantin

In der Nacht zum 10. Juni 2020 hatten zwei Personen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, den Briefkasten am privaten Wohnhaus in Einbeck (Niedersachsen)* explodieren lassen. Die Polizei Northeim konnte unmittelbar nach der Tat die mutmaßlichen Täter ermitteln und entsprechende Verfahren einleiten. Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Celle hat dazu zwei Haftbefehle erlassen. Diese wurden unmittelbar ausgeführt.

Auch zuletzt kam es bei einer Demo in Einbeck (Niedersachsen)* zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten aus der rechten Szene und Gegendemonstranten. 13 Personen des rechten Spektrums protestierten unter dem Motto „Gegen behördliche Willkür“, ihnen standen etwa 300 Gegendemonstranten gegenüber. (ebb)

In Kassel wurde eine Demo gegen aktuelle Kriegsverbrechen der Türkei angekündigt. Auch die Rüstungsindustrie in Kassel soll thematisiert werden. *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Dgital-Redaktionsnetzwerkes.

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