Elektromobilität

Kostenloser Strom für E-Autos – Stadt in Niedersachsen baut Ladesäule wieder ab

Seit 2015 konnte man in der niedersächsischen Stadt Wittingen kostenlos sein E-Auto laden. Nun soll die Ladesäule einem anderen Projekt weichen. (Symbolbild)
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Seit 2015 konnte man in der niedersächsischen Stadt Wittingen kostenlos sein E-Auto laden. Nun soll die Ladesäule einem anderen Projekt weichen. (Symbolbild)

Jahrelang konnte man in Wittingen in Niedersachsen kostenlos sein E-Auto laden. Nun soll die Ladesäule wieder abgebaut werden.

Wittingen – Es gibt viele Möglichkeiten Elektromobilität zu fördern. In Wittingen (Niedersachsen) entschied man sich im Jahr 2015 dafür mithilfe von Fördermitteln eine Ladesäule zu installieren. Hier können Besitzer von E-Autos kostenlos ihr Fahrzeug aufladen. „Die Nachfrage ist enorm“, erklärt Günter Kruse, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung.

Doch damit soll bald Schluss sein. Der Wittinger Verkehrsausschuss diskutiert darüber, ob nicht ein anderes Projekt an der Achterstraße die Säule ersetzen soll. Zum 1. Januar 2022 wird die Ladestation abgebaut werden. Das berichtet das Nachrichtenportal Az-online.de.

Niedersachsen: Stromkosten durch Ladesäule für E-Autos stiegen enorm

Grund dafür seien unter anderem die gestiegenen Stromkosten. Diese wurden vom Ausschuss auf 5500 Euro beziffert. Das ist deutlich mehr als dafür im Haushalt eingeplant war – und übersteigt auch die gezahlte Werbepauschale von 450 Euro. Dass die Ladesäule für E-Autos umgebaut und mit einem Bezahlsystem ausgestattet werde, sei nicht möglich. Laut Stadtverwaltung funktioniere eine entsprechende Umrüstung nicht.

Gleichzeitig will die niedersächsische Stadt Fördergelder für ein neues Modell sammeln. Das Bundesprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ fördert zum Beispiel Schnellladesäulen. Von den Projektkosten in Höhe von 32.500 Euro müsste die Stadt Wittingen dennoch rund 13.300 Euro selbst finanzieren.

Niedersachsen: Einige Politiker sind skeptisch gegenüber der Stromtankstelle für E-Autos

Bisher gab der Verkehrsausschuss von der Stadtverwaltung grünes Licht. Dennoch bleiben einige Politiker skeptisch. „Kann man nicht einen Betreiber finden?“, fragt Klaus Palluck (FWG). „Wenn wir keinen Betreiber haben, dann wird das für uns ein Zuschussgeschäft“, mahnt beispielsweise Ortsratsmitglied Walter Schulze (BA) vor der fehlenden Wirtschaftlichkeit. Plan der Stadt Wittingen ist es also nun Fördergelder einzuwerben und zugleich einen Betreiber für die Stromtankstelle zu finden.

Elektromobilität wird in Deutschland zwar gefördert, dafür werden Heizen und Tanken durch den CO2-Aufschlag künftig deutlich teurer. Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen. (kas)

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