Welcher Hund zu welchem Mensch passt, das sollte man ganz genau abwägen

Niedlich allein ist nicht genug

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Passen wir zusammen? Einen Hund hätten viele Menschen gerne. Doch die Anschaffung sollte gut überlegt sein.

Wenn das Haus- oder Nutztier krank wird, leidet auch der Mensch. Tipps für die Tiergesundheit und Antworten auf Leserfragen gibt Tierärztin Bettina Mangold in unserer Tiersprechstunde.

„Welcher Hund passt zu uns?“, fragt eine Leserin aus Homberg.

Die Tierärztin: Bei der Wahl eines Hundes als neues Familienmitglied ist neben der Lebenssituation des Halters die Rasse der entscheidende Faktor, denn die Unterschiede sind groß. Wer mit einem Labrador liebäugelt, der sollte auch die Zeit haben, mehrmals in der Woche ausgedehnte Ausflüge in die Natur zu unternehmen.

Der Jack Russel Terrier ist nicht nur niedlich, sondern auch temperamentvoll und rennt gern einfach mal los. Ein Pudel wiederum ist freundlich, intelligent, robust und auch gut in der Wohnung zu halten. Wichtig ist auch die Lage der Wohnung: Vor allem größere Hunde bekommen schnell Gelenkprobleme, wenn sie immer wieder Treppen über mehrere Stockwerke steigen müssen.

Ebenfalls sollte bedacht werden, wie sich der Hundhalter selbst im Alltag bewegt. Fährt er oft Bus und Bahn, ist ein großes Tier ein umständlicher Begleiter. Wird dagegen das Rad genutzt, kann von einem kurzbeinigen Hund wie einem Mops kaum erwartet werden, dass er neben dem Rad herläuft. Ein Boxer dagegen kann den Ausflug neben dem Rad auf eigenen Beinen bewältigen. „Am besten, man informiert sich bei erfahrenen Züchtern - die können genau sagen, ob eine Rasse zum eigenen Lebensumfeld passt“, sagte Udo Kopernik, vom Verband für das Deutsche Hundewesen. Denn lebt der künftige Hundehalter in einer kleinen Wohnung, wird er es begrüßen, wenn ihm jemand vor dem Kauf erzählt, dass gerade ein Mops laut schnarcht.

„Worauf ist zu achten, wenn die Kaninchen draußen überwintern?“ , will Monika N. wissen. 

Die Tierärztin: Die Kaninchen sollten schon ab dem Frühjahr an die Außenhaltung gewöhnt sein und im Freien gehalten werden, um sich an die Außentemperaturen gewöhnen zu können. Kaninchen sind empfindlich gegen Zugluft, Nässe und Dauerfrost. Sie benötigen daher einen wetterfesten, von allen Seiten isolierten Stall. Handelsübliche Kaninchenställe eignen sich nicht als Winterquartier. Sie sind zu klein und schützen nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit und kalte Temperaturen. Der Platzbedarf für ein erwachsenes Tier beträgt mindestens 0,2 Quadratmeter.

An einer Hauswand steht der Stall geschützter, für eine gute Luftzirkulation und mehr Wärme sollte er nicht direkt auf der Erde stehen. Die Tiere sollten Zugang zu einem Freigehege haben, um sich bewegen zu können.

Für Wärme im Käfig sorgen viel trockenes Stroh und Heu, nasse Einstreu sollte täglich beseitigt werden. Der Tierhalter muss darauf achten, dass Trinkwasser und Frischfutter nicht einfrieren. Angefrorenes Futter kann Magen-Darm-Erkrankungen verursachen. Die Tiere benötigen besonders im Winter viel hochwertiges Heu mit ausreichend Nährstoffen. Jungtiere und trächtige Kaninchen vertragen Minustemperaturen weniger gut und sollten es lieber etwas wärmer haben. Die normale Zimmerwärme empfindet auch ein Kaninchen als behaglich.

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