North Carolina

Student zahlt Strafzettel in Ein-Cent-Stücken

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North Carolina. Aus Protest gegen ein Gesetz hat ein US-Student in Charlotte in North Carolina zwei Strafzettel mit Ein-Cent-Münzen beglichen.

Drei Eimer mit Bargeld, die insgesamt 27 Kilogramm wogen, brachte er dafür zur Zahlstelle seiner Universität. Dort hatte er insgesamt 110 Dollar (100 Euro) fürs Falschparken sowie dafür, dass er kein erlaubtes Fahrzeug hatte, zu zahlen.

Der 26-Jährige wollte damit gegen ein Gesetz protestieren, das es der University of North Carolina verbietet, die Einnahmen aus Strafzetteln behalten zu dürfen. 80 Prozent davon muss dem Staat übergeben werden. 20 Prozent für die Universität und für die Anliegen der Studenten waren dem Mathestudenten zu wenig. Die Förderung müsse in vollem Umfang für Studenten verwendet werden dürfen, sagte er gegenüber CNN. Der Student hofft, die gesetzlichen Bestimmungen ändern zu können. Dafür hat er die Facebook-Seite "Let Them Count" ins Leben gerufen.

Dabei war es gar nicht so einfach, die erforderlichen 11.000 Centstücke zu bekommen: Er musste bei mehreren Banken nachfragen, um die erforderliche Anzahl an Münzen beim Parkservice der Universität abgeben zu können. Dort brauchten die Angestellten drei Stunden und 40 Minuten, um die Münzen zu zählen. Der Betrag stimmte auf den Cent genau. Die Universität äußerte sich noch nicht zu dieser Protestaktion.

Wie viele Münzen darf man abgeben?

Im deutschen Münzgesetz ist im dritten Paragraf, der Annahme- und Umtauschpflicht, genau geregelt, wie viele Münzen auf einmal abgegeben werden dürfen. Das Gesetz besagt, dass niemand verpflichtet ist, mehr als 50 Euro-Münzen bei einer Zahlung annehmen zu müssen. Deutsche Euro-Gedenkmünzen dürfen bis zu einem Betrag von 200 Euro zur Zahlung verwendet werden. Generell gilt, dass niemand verpflichtet ist, durchlöcherte Münzen als Zahlungsmittel anerkennen zu müssen.

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