Sie entgeht ihrer Strafe

Schwarzfahrerin "Oma Gertrud" ist tot

+
Oma Gertrud im Dezember 2013 im Amtsgericht Wuppertal bei der Verhandlung ihres Strafverfahrens.

Wuppertal - Die als notorische Schwarzfahrerin bundesweit bekanntgewordene „Oma Gertrud“ aus Wuppertal ist tot. Mit ihrem Ableben endet auch das Strafverfahren gegen sie.

Die als notorische Schwarzfahrerin bundesweit bekanntgewordene„Oma Gertrud“ aus Wuppertal ist tot. Das teilte eine Sprecherin des Wuppertaler Amtsgerichts am Montag mit. Ein Richter hatte die einschlägig vorbelastete 87-Jährige im vergangenen Jahr nach neun Tagen Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt. Das Strafverfahren wurde später unterbrochen, um die Verhandlungs- und Schuldfähigkeit der Seniorin zu klären. Mit dem Tod der alten Dame sei es nun beendet, teilte das Gericht mit.

„Oma Gertruds“ Fall hatte bundesweit eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst und eine Diskussion über den Sinn von Gefängnisstrafen in Fällen wie ihrem. Zahlreiche Bürger hatten sich gemeldet, um die 87-Jährige, die ihre Geldstrafe nicht zahlen konnte, freizukaufen und ihr die Haft zu ersparen. Keinem der beteiligten Beamten sei die Festnahme der alten Dame leicht gefallen, hatte ein Sprecher der Bundespolizei berichtet - und damit auf den Fall aufmerksam gemacht. Ein Amtsrichter hatte später ebenfalls bemerkt, dass er den Haftbefehl „schweren Herzens“ erlassen habe.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.