1. Startseite
  2. Welt

Stiko trifft weitreichende Entscheidung zu Novavax-Piks - und empfiehlt, wer sich ein viertes Mal impfen sollte

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Das Expertengremium spricht sich dafür aus, Novavax Volljährigen zu verimpfen. Für vulnerable Gruppen empfiehlt es eine vierte Impfung.

Berlin - Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für den Einsatz des Corona*-Impfstoffs* von Novavax* für Menschen ab 18 Jahren aus. Der Proteinimpfstoff Novavax solle zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen eingesetzt werden, teilte das Expertengremium am Donnerstag mit.

Stiko für zweiten Corona-Booster für bestimmte Gruppen

Die Stiko spricht sich außerdem für eine zweite Corona-Auffrischimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen aus. Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Booster-Impfung* geben.

Der zweite Booster soll demnach bei gesundheitlich stark gefährdeten Menschen frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung verabreicht werden. Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen ihn frühestens nach einem halben Jahr bekommen.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD) lobte die Stiko-Empfehlung für Risikogruppen in einem Tweet, mahnte aber an, dass Erstimpfungen und Booster bei der Pandemie*-Bekämpfung weiterhin die größere Bedeutung hätten:

Neue Stiko-Empfehlung aufgrund aktueller Daten zu Omikron

„Aktuelle Daten zeigen, dass der Schutz nach ersten Auffrischimpfung gegen Infektionen mit der momentan zirkulierenden Omikron-Variante innerhalb weniger Monate abnimmt“, erklärte die Stiko. Dies sei „insbesondere für Menschen ab 70 Jahren und für Personen mit Immunschwäche bedeutsam, da diese das höchste Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf nach einer Infektion haben.“

Mit Blick auf den neu verfügbaren Novavax-Impfstoff sprach sich das Gremium für zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens drei Wochen aus. Von der Empfehlung ausgenommen sind vorerst Schwangere und Stillende.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens im November 2021 in der Bundespressekonferenz in Berlin
Stiko-Chef Thomas Mertens © Stefan Boness/Ipon/Imago

Novavax: EMA ließ ersten proteinbasierten Impfstoff im Dezember zu

Das Vakzin des Herstellers Novavax wurde am 20. Dezember von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Es ist der erste proteinbasierte Corona-Impfstoff, der in der Europäischen Union zur Verfügung steht. Die Empfehlungen der Stiko sind bedeutsam, weil sich die Ärzte in Deutschland in aller Regel daran orientieren.

Ein Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, Änderungen seien noch möglich, erklärte die Stiko weiter.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion