Launisches Wetter

Der dunkle und warme November endet sonnig-kalt

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Drei Kühe stehen bei Hahnenkoop auf einem nebeligen Feld. Foto: Ingo Wagner.

Der November in diesem Jahr war bisher ein bisschen zu warum und ziemlich dunkel. Zum Monatsende ändert sich das aber noch einmal: Pünktlich zum Ersten Advent wird es winterlich kalt, wenn auch größtenteils ohne Schnee.

Offenbach (dpa) - Temperaturkapriolen und zu wenig Sonnenschein: Der November 2016 hat sich im Vergleich zu den Vorjahren bisher ziemlich launisch gezeigt. Mit einer Durchschnittstemperatur von 4,1 Grad sei der Monat bisher etwas wärmer als im langjährigen Durchschnitt von 3,9 Grad.

Das sagte Gerhard Lux, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Zum Beginn der Adventszeit zeigt sich das Wetter in Deutschland allerdings von seiner winterlich-sonnigen Seite. Am Ersten Advent fällt zwar nur im Bergland etwas Schnee. Doch bei Sonnenschein im Norden und dann auch in der Mitte Deutschlands sowie Temperaturen zwischen zwei und acht Grad dürfte der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt auch ohne weiße Pracht schmecken.

Dennoch fällt die vorläufige November-Bilanz gemischt aus: Mit dem kalten Auftakt und dem relativ frühen Schneefall habe der Monat eher untypisch begonnen, heißt es vom Wetterdienst. Die milden Temperaturen der folgenden Tage seien ebenfalls wenig novemberig gewesen.

Davon können vor allem die Bayern ein Lied singen: Unter dem Einfluss von Föhnwinden und Warmluft aus der Sahara herrschten im Voralpenland teilweise frühlingshafte Temperaturen. "Der Rekord wurde am 21. November erreicht", sagte Lux. Da sei Rosenheim mit einer Temperatur von 21,9 Grad der wärmste Ort Deutschlands gewesen. Auch in Chieming und anderen Orten in Bayern wurden Temperaturen von mehr als 20 Grad gemessen - für November wirklich unüblich. In Sachsen und Niedersachsen wiederum fror es nachts schon mit fast minus zehn Grad.

Auch wenn der November allgemein schon als trüber Monat gilt, gab es in diesem Jahr besonders wenig Sonnenschein. Die Sonnenscheindauer lag mit bislang 35 Stunden noch unter den 55 Stunden Sonne, die üblicherweise im November erwartet werden. Das Zentrum der Düsternis war dabei Hessen, sagte Lux: "In Gießen gab es sogar nur 25 Stunden Sonne."

Nach dem Sonntag bleibt es dagegen auch am Montag bei viel Sonnenschein. Die Temperaturen gehen noch ein wenig zurück mit Höchstwerten von null bis vier Grad, an der Nordsee und am Oberrhein bis sechs Grad. Lediglich an den Alpen halten sich dichtere Wolken, aus denen auch etwas Schnee fallen kann.

Wolken machen sich voraussichtlich am Dienstag über dem Norden und Nordosten des Landes breit. Im übrigen Deutschland scheint erneut oft die Sonne, nur im Süden kann sich auch zäher Nebel halten. Es bleibt bei Temperaturen bis maximal vier Grad, bevor es am Mittwoch insbesondere im Norden wieder milder wird.

Deutscher Wetterdienst

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