US-Drohnenangriff

Nummer 2 der Al-Kaida offenbar getötet

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Said al Schihri ist offenbar getötet worden

Sanaa - Im Jemen ist offenbar den USA ein schwerer Schlag gegen Al-Kaida gelungen. Der Vizechef des Terrornetzwerks, Said al Schihri, ist angeblich bei einem Luftangriff getötet worden.

Der Vizechef des Terrornetzwerks in der Region wurde nach Angaben aus US-Kreisen und des jemenitischen Verteidigungsministeriums am Montag bei einem Luftangriff getötet. Said al Schihri sei in der Provinz Hadramaut ums Leben gekommen, sagten zwei ranghohe US-Gewährsleute. Eine US-Beteiligung wollten sie indes nicht bestätigen. Aus jemenitischen Regierungskreisen verlautete, der Saudiaraber sei gemeinsam mit sechs Begleitern vermutlich bei einem US-Drohnenangriff getötet worden, als er ein Haus in Wadi Hadramaut verließ.

WANTED! Die Top Ten der US-Fahndungsliste

Die Top Ten der US-Fahnungsliste
Robert William Fisher, auf der Liste seit dem 29. Juni 2002. Er soll seine Ehefrau und seine zwei Kinder ermordet haben. Außerdem soll er anschließend das eigene Haus in die Luft gejagt haben. Alle Informationen: Stand: 23. November 2011 © 
Die Top Ten der US-Fahnungsliste
Jason Derek Brown, auf der Liste seit dem 8. Dezember 2007. Er soll einen bewaffneten Raubüberfall auf einen Geldtransporter begangen und dabei einen Wachmann erschossen haben. © 
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Eduardo Ravelo, auf der Liste seit dem 20. Oktober 2009. Er soll der Leader der Barrio Azteca Gang gewesen sein. Diese Bande soll in Drogengeschäfte involviert gewesen sein und Morde im Auftrag des Drogenkartells des berüchtigten Vicente Carrillo Fuentes begangen haben. © 
Die Top Ten der US-Fahnungsliste
Semjon Judkowitsch Mogilewitsch, auf der Liste seit dem 23. Oktober 2009. Er ist momentan der einzige mutmaßliche Wirtschaftsstraftäter auf der Liste. Er soll Tausende von Investoren um viele Millionen US-Dollar gebracht haben. Der Vorwurf: Betrug! © 
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Víctor Manuel Gerena, auf der Liste seit dem 14. Mai 1984 - gesucht wegen eines bewaffneten Raubüberfalls auf eine Sicherheitsfirma. Dabei soll er etwa sieben Millionen US-Dollar erbeutet und zwei Angestellten eine rätselhafte Flüssigkeit gespritzt haben. © 
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Joe Luis Saenz, auf der Liste seit dem 19. Oktober 2009. Er soll zwei Gangmitglieder erschossen sowie seine Freundin gekidnapped, vergewaltigt und anschließend ermordet haben. Auch bei einem weiteren Mord soll er die Finger im Spiel gehabt haben. © 
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Alexis Flores, auf der Liste seit dem 2. Juni 2007. Er soll eine 5-Jährige entführt und umgebracht haben. © 
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Glen Stewart Godwin, auf der Liste seit dem 7. Dezember 1996. Er ist aus dem Hochsicherheitsgefägnis von Folsom in Kalifornien geflohen. Dann landete er wegen Drogenhandels in Mexiko im Knast. Auch dort gelang ihm die Flucht, wobei er auch noch einen Mithäftling ermordet haben soll. © 
Fidel Urbina wird unter anderem wegen vorsätzlichen Mords, Entführung und sexuellen Missbrauchs gesucht. Eine Frau soll er im März 1998 in Chicago, Illinois, geschlagen und missbraucht haben, eine andere im Oktober des Jahres geschlagen, missbraucht und zu Tode stranguliert haben. Ihre Leiche wurde im Kofferraum eines Autos gefunden, das in Brand gesteckt worden war. © 
Eric Justin Toth, auf der Liste seit dem 10. April 2012. Der ehemalige Lehrer an einer Privatschule soll kinderpornografische Werke besessen und produziert haben. Er gilt als Computer-Experte. © 

Forensiker aus dem Jemen und den USA hätten die Identität al Schihiris bestätigt, sagten Vertreter der jemenitischen Streitkräfte, die namentlich nicht genannt werden wollten. Sie sagten, sie vermuteten die USA hinter dem Luftangriff, da das jemenitische Militär zu solch einer präzisen Operation nicht in der Lage sei. Auch die Kapazitäten des jemenitischen Geheimdienstes reichten für eine exakte Ortung von Verdächtigen üblicherweise nicht aus.

Zwtl.: Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel gilt als weltweit aktivster Flügel des Terrornetzwerks

Der Ableger der Al-Kaida im Jemen gilt als der weltweit aktivste. Die jemenitischen Streitkräfte weiteten in diesem Jahr ihren Kampf gegen die Organisation aus und konnten zahlreiche Städte im Südjemen von der Gruppe zurückerobern. Auch die USA haben den Kampf gegen die Al-Kaida im Jemen mit Drohnen aufgenommen. Sie kommentieren diese Einsätze gewöhnlich nicht.

Al Schihris Tod dürfte ein wichtiger Erfolg der USA im Kampf gegen die Al-Kaida im Jemen sein. Der Al-Kaida-Führer, dessen Alter mit Ende 30 angegeben wird, kämpfte in Afghanistan und wurde sechs Jahre lang im US-Gefangenenlager Guantanamo festgehalten. Nach seiner Freilassung durchlief er in Saudi-Arabien ein sogenanntes Rehabilitationsprogramm, das moderate religiöse Werte vermitteln soll. Al Schihri ging jedoch anschließend in den Jemen und wurde Stellvertreter von Nasser al Wahischi, dem Führer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel.

dapd

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