Aus Versehen gespendet

Obdachloser gibt Frau Diamantring zurück

Washington - Eine Frau steckte ihm zusammen mit ein paar Münzen aus Versehen auch ihren Diamantring in den Sammelbecher, doch der Obdachlose gab diesen wieder zurück.

Undank ist nicht immer der Welten Lohn - das jedenfalls hat der Obdachlose Billy Ray Harris aus Kansas City im US-Staat Missouri erfahren. Wie der Sender CNN berichtet, gab er einen Diamantring zurück, den eine Frau versehentlich zusammen mit Münzen in seinen Sammelbecher gesteckt hatte. Jetzt wird Harris als Dankeschön mit Geldgaben aus aller Welt überhäuft. 88 000 Dollar (etwa 67 000 Euro) kamen bei einer Spendenaktion via Internet allein binnen einer Woche zusammen.

CNN zufolge bleibt der Mann, der unter einer Brücke lebt, dennoch bescheiden. "Ich mag es, aber ich glaube nicht, dass ich es verdiene", kommentierte er demnach den Geldsegen. "Wie weit ist es mit der Welt gekommen, wenn all dies geschieht, nur weil eine Person etwas zurückgibt, das ihr nicht gehört?"

Top Ten der unbeliebten Berufe

Top Ten der unbeliebten Berufe
Eine Studie hat gezeigt, welche zehn Berufe bei den Deutschen am unbeliebtesten sind. Platz 10: Journalist. Zwölf Prozent glauben, das sei kein erstrebenswerter Beruf. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 9: Arzt. Ob es an den Schikanen der Politik liegt oder woran sonst, ist unklar. Fakt ist, 13 Prozent der Befragten bewerten den Beruf des Arztes als unbeliebt. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 8: Bankkaufmann. Wir brauchen sie alle, wollen ihren Job aber nicht machen: 15 Prozent der Befragten finden es nicht erstrebenswert Bankkaufmann oder -frau zu sein. © dpa
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Platz 7: Reinigungskraft. © dpa
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Platz 6: Grundschullehrer. 22 Prozent der Befragten nannten den Beruf des Grundschullehrers unbeliebt. © dpa
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Platz 5: Landwirt. Sich mit Viehhaltung und den besten Saatkörnern auseinanderzusetzen, steht bei den Deutschen nicht sehr hoch im Kurs. © dpa
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Platz 4: Straßenkehrer. Beinahe jeder Fünfte kann sich nicht vorstellen wie diese Männer nach dem Rosenmontagszug in Köln als Straßenkehrer zu arbeiten. © dpa
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Platz 3: Fernfahrer. Bei 29 Prozent der Befragten ist der Beruf des Fernfahrers unbeliebt. © dpa
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Platz 2: Politiker. Jeder dritte Deutsche empfindet den Beruf des Politikers als nicht erstrebenswert. Hier: Silvana Koch-Mehrin, Europaabgeordnete. © dpa
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Platz 1: Versicherungsvertreter. Ihnen unterstellen 45 Prozent der 1000 Befragten, dass sie tricksen und ihren Kunden etwas aufquatschen. © dpa

Sarah Darling sieht das anders. Nach den CNN-Schilderungen war ihr der Diamantring äußerst lieb und teuer, und sie trug ihn fast immer. Nur kürzlich zog sie ihn wegen eines Hautproblems vom Finger und verstaute ihn sicherheitshalber in ihrer Geldbörse. Wenig später leerte sie den gesamten Inhalt in den Pappbecher aus, den Harris Passanten in Kansas City entgegenhielt. Erst am nächsten Tag entdeckte die Amerikanerin, dass der Ring futsch war. "Es war schrecklich. Er hatte mir so viel bedeutet", zitiert CNN die Frau.

Darling sei dann zurück zu dem Ort gegangen, an dem sich Harris an ihrem Unglückstag befand, habe ihn aber nicht vorgefunden. Erst am nächsten Tag habe sie ihn entdeckt und gesagt: "Ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern, aber ich habe Ihnen etwas gegeben, das mir sehr viel wert war." Harris habe geantwortet: "War es ein Ring? Ja, ich habe ihn. Ich habe ihn für Sie aufgehoben."

Die Frau sei überglücklich gewesen, so CNN, und habe aus Dankbarkeit zusammen mit ihrem Mann eine Spendenaktion online gestartet. Aus aller Herren Länder seien Gaben für Harris eingetroffen - in nur einer Woche mehr als 3200 Spenden. Und dabei dürfte es nicht bleiben. 90 Tage lang soll gesammelt werden - und Harris dann den Erlös erhalten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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