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„Dekadenz im Allgäu“: Gemeinde kauft 25.000-Euro-Christbaum – und erntet Kritik

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Von: Tanja Kipke

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Mit einem Schwertransporter wurde die Tanne vom Sauerland nach Bayern transportiert.
Mit einem Schwertransporter wurde die Tanne vom Sauerland nach Bayern transportiert. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa/Archiv

Der Urlaubsort Oberstdorf erntet aktuell Kritik. Die kleine Gemeinde stellte einen 25.000-Euro-Weihnachtsbaum auf. Bei vielen sorgt das für Unverständnis.

Oberstdorf – Im Allgäuer Urlaubsort Oberstdorf thront ein riesiger Weihnachtsbaum auf dem Markrplatz. Der Preis der Tanne soll sich auf 25.000 Euro belaufen. Die knapp 10.000 Einwohner große Marktgemeinde hatte nach mehreren Medienberichten den Christbaum etwa 600 Kilometer weit aus dem Sauerland nach Bayern transportieren lassen, wie Merkur.de berichtet.

Oberstdorf kauft Christbaum für 25.000 Euro – und erntet Kritik im Netz

Die Kritik im Netz folgt prompt. Auf Twitter stoßt der Preis einigen sauer auf. „Über 60 Millionen Schulden haben aber den Weihnachtsbaum aus 600 km Entfernung holen, wo man doch genug Wald vor der eigenen Tür hat...“, erzürnt sich jemand. Eine weitere Person schreibt: „Wow. Was hätte man mit fast 25.000 Euro alles an Sinnvollerem tun können? So viel Geld für einen einzigen Weihnachtsbaum? Hackt es bei euch in Oberstdorf eigentlich? Ich fasse es nicht.“

Weitere betitelten die Aktion mit den Worten „Dekadenz im Allgäu“ oder „Das schreckliche Christbaumdrama im Allgäu“. Von der Gemeindeverwaltung war am Donnerstag zunächst keine Stellungnahme zu dem Weihnachtsbaum zu bekommen.

Vom Sauerland per Schwertransport ins Allgäu

Laut Allgäuer Zeitung hatte die Gemeinde ein Unternehmen beauftragt, für 24.850 Euro den Weihnachtsbaum per Schwertransport zu liefern. Der Baum wurde demnach dann durch halb Deutschland transportiert. In der Vergangenheit hätten die gemeindeeigenen Kommunalbetriebe einen Christbaum aus der Region geholt und selbst am Marktplatz aufgestellt. Aus Sicherheitsgründen sei das nach Angaben der Verwaltung aber nicht mehr möglich, berichtete das Blatt. (dpa/tkip)

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