Schadstoffe auf den Fingern

"Öko-Test" findet Nitrosamine in Nagellacken

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Wer bunte Nagellacke mag und Schadstoffe meiden will, sollte zu Naturkosmetik greifen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Schön, aber schadstoffbelastet: "Öko-Test" hat mehrere Nagellacke untersucht. Dabei haben die Tester unter anderem krebserregende Nitrosamine gefunden.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Öko-Test hat in Nagellacken sogenannte Nitrosamine gefunden. Die Schadstoffe entstehen bei der Herstellung als Reaktionsprodukt und sind möglicherweise krebserregend.

Grundsätzlich sind Nitrosamine in der EU verboten - geringe Mengen werden jedoch toleriert, berichtet die Zeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe (08/2017). Vorausgesetzt, sie sind technisch unvermeidbar und für die menschliche Gesundheit sicher.

Bislang gibt es in Deutschland zwar noch keinen Orientierungswert, wie hoch ihre Menge genau sein darf. Bei ihrer Untersuchung haben sich die Öko-Tester jedoch an einem Schwellenwert orientiert, den ein Labor in Basel jüngst festgelegt hatte.

Bei 5 Produkten haben die Tester Werte über der Grenze gefunden, bei weiteren 14 der 25 Produkte haben sie Nitrosamine unterhalb der Grenze nachgewiesen. Insgesamt gab es sehr gute bis mangelhafte Testergebnisse.

Grundsätzlich sollte man die Aufnahme von Nitrosaminen möglichst gering halten, berichtet "Öko-Test" und verweist auf eine Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Wer die Stoffe vermeiden will, sollte auf Naturkosmetik zurückgreifen. Das gilt insbesondere für Bunt-Lacke. Denn die farbigen Produkte schnitten im Gegensatz zu Klarlacken tendenziell schlechter ab.

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