Österreicher findet Schatz im Garten

Wien - Einen echten Schatz hat ein Österreicher beim Graben in seinem Garten entdeckt. Es handelt sich dabei um einen der wichtigsten Funde mittelalterlichen Schmucks in der Alpenrepublik.

Wie das österreichische Bundesdenkmalamt (BDA) am Freitag mitteilte, besteht der rund 650 Jahre alte Schatz aus über 200 mit Perlen, fossilen Korallen und Ornamenten verzierten Ringen, Broschen, Gürtelschnallen und weiteren Schmuckgegenständen. Die Untersuchung der Objekte sei noch nicht vollständig abgeschlossen, weshalb der Wert noch nicht geschätzt werden könne, hieß es. Fest stehe aber, dass es sich dabei um einen der wichtigsten Funde mittelalterlichen Schmucks in Österreich handele.

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Der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte die BDA-Mitarbeiterin Karin Derler, der Finder sei bereits vor Jahren in seinem Garten auf die atemberaubenden Objekte gestoßen, als er einen Gartenteich ausweiten wollte. Das österreichische Magazin “Profil“ identifizierte den Finder als Andreas K. aus Wiener Neustadt. Der Mann habe den Wunsch geäußert, anonym zu bleiben. Der Finder soll den Schatz bereits 2007 ausgegraben, ihm dann aber keine Beachtung mehr geschenkt haben, berichtete das Magazin.

Erst, als er vor zwei Jahren sein Haus verkaufen wollte und im Keller auf die schmutzverkrusteten Funde stieß, sei sein Interesse wieder erwacht. Der Dreck war mittlerweile getrocknet und stellenweise abgeplatzt, wodurch das wertvolle Metall enthüllt wurde. Andreas K. stellte einige Fotos der Objekte ins Internet. Sammler machten ihn auf den möglichen Wert seiner Entdeckung aufmerksam. Erst daraufhin habe er die Stücke dem BDA übergeben, berichtete Profil in seiner Freitagsausgabe. Wann das war, blieb unklar. Ebenso, warum die österreichischen Behörden die Öffentlichkeit erst am Karfreitag über den Fund unterrichteten. In dem Zeitschriftenbericht hieß es, der Finder sei nicht daran interessiert, den Schatz zu Geld zu machen. Stattdessen überlege er, die Schmuckstücke einem Museum zur Verfügung zu stellen.

dapd

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