Holmes war in psychiatrischer Behandlung

Offenbar Massaker wie in Colorado vereitelt

Die Trauer nach dem Attentat war unermesslich.

Denver/Palmer Park - Die Polizei im US-Staat Maryland hat offenbar gerade noch ein ähnliches Massaker wie in der vergangenen Woche bei einer Batman-Vorführung in Colorado verhindert.

Sie nahm nach eigenen Angaben vom Freitag in Palmer Park einen Mann fest, der sich selbst einen Joker genannt und ein T-Shirt mit der Aufschrift getragen habe: “Waffen töten keine Menschen. Aber ich.“ Joker ist die Figur des ultimativen Bösewichts in der Batman-Saga.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Todesschütze von Aurora, James Holmes, vor der Tat in psychiatrischer Behandlung war. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten Antrag der Verteidigung hervor.

Trauer nach Kino-Attentat

Amoklauf Batman Trauer
Nach den tödlichen Schüssen während einer Batman-Kinovorstellung in amerikanischen Aurora, trauerten am Sonntag verzweifelte Familien um ihre getöteten Angehörigen. © AP
Amoklauf Batman Trauer
Nach den tödlichen Schüssen während einer Batman-Kinovorstellung in amerikanischen Aurora, trauerten am Sonntag verzweifelte Familien um ihre getöteten Angehörigen. © AP
Amoklauf Batman Trauer
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Trauer Kino Attentat
Nach den tödlichen Schüssen während einer Batman-Kinovorstellung in amerikanischen Aurora, trauerten am Sonntag verzweifelte Familien um ihre getöteten Angehörigen. © dpa
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Trauer Kino Attentat
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Nach den tödlichen Schüssen während einer Batman-Kinovorstellung in Aurora trauerten am Sonntag verzweifelte Familien um ihre getöteten Angehörigen. © dpa

Die Verteidigung versucht aufzuklären, wie mehrere US-Medien zu der Information kamen, dass ein Paket, das Holmes an seine Ärztin schickte, ein Notizbuch mit der Beschreibung von Mordplänen enthalten haben soll. In dem Antrag der Verteidigung wurde lediglich bestätigt, dass es eine Korrespondenz zwischen Holmes und dem Psychiater gegeben habe, die nicht für die Augen der Öffentlichkeit gedacht war. Die Veröffentlichungen verstießen gegen eine richterlich verfügte Nachrichtensperre und minderten dessen Chancen auf einen fairen Prozess.

Der 24-jährige Schütze, der in Untersuchungshaft sitzt, wird beschuldigt, in der vergangenen Woche zwölf Menschen in einem Kino in der Stadt Aurora in Colorado getötet und 58 verletzt zu haben. Er soll am kommenden Montag zur Anklage vernommen werden.

“Ich bin ein Joker“

Zum aufgedeckten Mordkomplott in Maryland hieß es im Haftbefehl, der 28-jährige Verdächtige habe angegeben, er wolle das Gehirn seines Chefs “auf den Bürgersteig spritzen sehen“. Er habe die Firma angreifen wollen, die ihn entlassen habe. “Ich bin ein Joker und ich werde meine Waffen laden und jeden wegblasen“, wurde er zitiert.

Der Polizeichef des zuständigen Kreises, Mark Magaw, sagte, es sei nicht genau abzuschätzen, was mit der Festnahme verhindert worden sei. “Wir denken, eine gewaltsame Episode wurde vermieden“, sagte er. Wann der 28-jährige seine Drohungen in die Tat umsetzen wollte, war zunächst nicht bekannt. Der Bezug auf Joker habe dem Fall zusätzliche Dringlichkeit verliehen.

Holmes war mit orange gefärbten Haaren in die Vorführung des neuen Batman-Films geplatzt und hatte sich nach offiziellen Angaben selbst als Joker bezeichnet.

dapd

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