Ohrenkneifer: Asymmetrie hat Vorteile

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Asymmetrische Ohrenkneifer haben im Zweikampf bessere Chancen.

San Francisco - Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Ohrenkneifer von asymmetrischen Zangen profitieren. In der umfangreichen Studie mussten die Tiere in die Kampf-Arena.

 Asymmetrie ist nicht schön, aber manchmal von Vorteil - zumindest dann, wenn einige Ohrenkneifer um Futter oder Weibchen kämpfen. Dann gewinnt eher das Männchen mit dem stärker unsymmetrisch ausgebildeten Zangen-Paar am Hinterleib. Das berichten Biologen der San Francisco State University im Journal Ethology. “Dies ist eine der ersten Studien, die belegen, dass asymmetrische Waffen nützlich sind“, schreiben Andrew Zink und Nicole Munoz.

Die Biologen untersuchten Ohrenkneifer der Art Anisolabis maritima, die am Atlantik und am Pazifik an der Küste Nordamerikas vorkommen. Diese Insekten besitzen am Hinterleib ein Paar Zangen. Die eine Seite ist länger und stärker gekrümmt als die andere. Während eines Kampfes nutzen die Männchen die stark gekrümmte Zangenhälfte, um sich am Hinterleib des Gegners festzuhaken.

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Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat nun eine neue rote Liste bedrohter Arten veröffentlicht. Einige der Tiere sehen Sie in unserer Fotostrecke: © Bosse Jonsson dpa
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Hier eine Königskobra. © Bosse Jonsson dpa
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Auch der Rote Fruchtvampir (Stenoderma Rufum) steht auf der Roten Liste. © Allen Kurta dpa
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Genauso wie der Rotkehl-Brilliantkolibri (Heliodoxa gularis). © Chris Sloan dpa
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Neu auf der Liste ist der Springaffe Callicebus caquetensis. © Javier Garcia dpa
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Der Giant Australian Cuttlefish (Sepia apama) wurde 2012 erstmals in die Rote Liste aufgenommen. © Roger Hanlon dpa
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Das Foto zeigt einen Israelische Scheibenzüngler (engl. Hula Painted Frog - Discoglossus nigriventer), der bereits als ausgestorben galt und jetzt wiederentdeckt wurde. © Oz Rittner dpa
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Auch bedroht: Der Große Feuerfalter (Lycaena dispar). © Wikimedia Commons, user: Rosenzweig dpa
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Wegen jahrelanger Überfischung wird der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch als gefährdet aufgeführt. © dpa

Für das Experiment mussten die Tiere zunächst bis zu 28 Tage hungern. Dann wurden sie in eine Art Arena gesetzt, wo etwas Nahrung für sie bereitlag. Bei den folgenden Kämpfen zeigte sich: Größere Ohrenkneifer dominierten kleinere Artgenossen, egal, wie ihr Zangenpaar aussah. “Doch wenn kleinere, gleichgroße Männchen miteinander kämpften, dann war normalerweise derjenige mit den asymmetrischeren Zangen der Gewinner. Das belegt den Vorteil von asymmetrischen Waffen bei Männchen, die unterdurchschnittlich groß sind“, schreiben die Biologen.

Für ein weiteres Experiment schnitten die Forscher eine der beiden Zangen kurz. “Die manipulierte Asymmetrie schien weder zu beeinflussen, wie die Ohrenkneifer ihre Zangen während des Kampfes benutzen, noch wie der Kampf ausging“, so die Biologen. Die ursprüngliche Asymmetrie sei entscheidend, nicht die manipulierte Asymmetrie. Das Team schließt daraus: Die Asymmetrie könne verknüpft sein mit einer anderen Eigenschaft, die Dominanz und Aggression beeinflusst.

Die schrägsten Tiere der Welt

Opossum
Das schielende Opossum (Didelphis) Heidi im Zoo Leipzig. Das Tier hat einen Sehfehler. © dapd
Zu viel Winterspeck? Ein Katta im Hamburger Tierpark macht den Test. © ap
Dieser chinesischen Schopfhund ist 2007 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Er wird nur bis zu 33 Zentimeter groß und ist in dieser Variante haarlos. © AP
Huch? Ist ein Storch nicht eigentlich weiß? In Briesen (Brandenburg) wurde dieser blaue Storch gesichtet. © dpa
Mit seiner großen gurkenförmigen Nase gehört der Nasenaffe nicht zu den gängigen Naturschönheiten. Er lebt nur auf der indonesischen Insel Borneo, immer nah am Wasser und in Mangrovenwäldern. © dpa
Diese Königskrabbe kann bis zu 15 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern. Sie ist auch als "Kamtschatka Riesenkrabbe" bekannt. Sie stammt aus dem nördlichen Pazifik vor Japan und Alaska. © AP
Diese japanische Riesenkrabbe spielt mit einem Mini-WM-Ball. Sie ist die größte lebende Krebsart. Ihre Spannweite beträgt knapp vier Meter. © dpa
Zwei Sphinx-Katzen. Sie sind eine kanadische Katzenart. Auf den ersten Blick ist die Sphinx-Katze haarlos, doch bei näherer Betrachtung ist ein zarter Flaum zu erkennen. Sie ist sehr intelligent und ihre Haut bräunt im Sommer ebenso wie die des Menschen. © AP
Die Sphinx-Katzen Hale-Bopp (links) und Beanie Baby ruhen sich bei einer Tiershow aus. © AP
Es gibt den reinrassige chinesische Schopfhund auch in der Variante „Powder Puff“ mit ganz feinem Fell. Auch dieses Exemplar wurde ebenfalls beim World's Ugliest Dog Contest in Petaluma, Kalifornien, 2007 gesehen. © AP
Dieser chinesische Schopfhund besitzt nur ein Auge und drei Pfoten. Der arme Kerl gewann 2008 den Titel des hässlichsten Hundes der Welt. Chinesische Schopfhunde gelten als verspielt, aufgeweckt und gefühlvoll. © AP
Miss Ellie ist 15 Jahre alt und blind. Beste Voraussetzungen für die reinrassige chinesische Schopfhündin, den begehrten Titel des hässlichsten Hundes der Welt abzuräumen. © AP
Der mexikanische Schwanzlurch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. In ihrer Heimat gehören Axolotl zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. © dpa
Bei uns werden Axolotl für die Wissenschaft genutzt. An ihnen wird das Wachsen von Zellen aus dem Embionalstadium beobachtet. Die Tiere wachsen ein Leben lang, im Alter allerdings immer langsamer. © dpa
„Astaroth“ ist ein Aye-Aye-Männchen. Das Fingertier verfügt über bis zu acht Zentimeter lange Finger mit denen es sich sein Essen angelt. Fingertiere leben nur noch auf Madagaskar. © dpa
„Sam“ war drei Jahre in Folge der hässlichste Hund der Welt. Der chinesische Schopfhund wurde inzwischen eingeschläfert, seine Website gibt es aber immer noch. © dpa
Der Nacktmull lebt in Halbwüsten in Äthiopien, Kenia und Somalia und ist ein Sandgräber. Er lebt in von Weibchen geleiteten großen Kolonien. © dpa
Der Nacktmull (hier im Dresdener Zoo) gilt als das sozialste Tier der Welt, hat aber ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. © dpa
Der Seeteufel (vorne) oder auch Lotte genannt lebt im nordöstlichen Atlantik und ist wegen seines weißen und festen Fleisches beliebt. Im Hintergrund ein Felsenbarsch. © dpa
Der Sternmull ist eine Maulwurfart und hat rund um seine Schnauze 22 fingerförmige Hautanhänge. Er lebt an Land, jagt aber auch im Wasser. Um seine Beute aufzuspüren, bläht er Luftblasen auf, saugt sie sofort wieder ein und nimmt so die Duftstoffe der Beute war. Dann weiß er, wohin er schwimmen muss. © Ken Catania/Nature/dpa
Dieser Kater heißt Frank bzw. Louie. Je nachdem von welcher Seite man ihm ins Gesicht schaut. Er lebt in Worcester im Bundestaat Massachusetts. © 

Tiere und Menschen nutzen Symmetrie, um schnell potenzielle Paarungspartner zu identifizieren: Je symmetrischer, desto besser. Ein besonders ebenmäßiges Gesicht ist daher besonders attraktiv.

“Die Evolutionstheorie, die die Symmetrie in der Partnerwahl unterstreicht, ist ziemlich geradlinig“, erklärte Studienleiter Zink. Symmetrische Eigenschaften deuteten für gewöhnlich auf eine normale Entwicklung hin, während Asymmetrie auf eine Entwicklungsstörung hinweise und den potenziellen Paarungspartner als weniger fit darstelle.

dpa

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