600 Oldtimer dröhnen auf alter Rennstrecke

Stuttgart/Hannover - Etwa 600 Oldtimerfahrer haben mit ihren Fahrzeugen am Samstag die historische Formel-1-Rennstrecke Solitude bei Stuttgart unter die Räder genommen.

Mehrere tausend Zuschauer verfolgten das Rennen, sagte ein Sprecher der Veranstalter. Auf dem kompletten Solitudering waren seit 1965 keine Rennwagen und Motorräder mehr unterwegs - nach fast einem halben Jahrhundert lebte der 13 Kilometer lange Rundkurs nun wieder auf. Anlass war das 125. Jubiläum des Automobils in diesem Jahr. Nach Angaben der Veranstalter Retro Classic Cultur e.V. und Solitude Revival e.V. sind aus der Rennstrecke inzwischen normale Straßen geworden, die für das Rennen gesperrt wurden.

Auf der Strecke waren unter anderem mehrere Wagen aus den 1930er Jahren, etwa ein Zwölfzylinder Alfa Romeo 12C, Baujahr 1937. Auch das Motorengeräusch eines American-LaFrance-Rennwagen mit satten 27 Litern Hubraum war zu hören. Zum Vergleich: Dieses Volumen der Zylinder ist etwa 20 Mal so groß wie bei einem modernen Kleinwagen.

Auf dem Messegelände in Hannover startete unterdessen die Oldtimer-Fahrt “2000 km durch Deutschland“. Die 2000 Kilometer-Fahrt ist offen für Autos, Busse und Sonderfahrzeuge sowie für Motorräder bis Baujahr 1981. Bis zum 31. Juli passieren die Fahrzeuge verschiedene Kontrollpunkte in ganz Deutschland, bevor sie wieder in Hannover ins Ziel einfahren.

dpa

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