Olympia-Chef stirbt bei Selbstmordattentat

Mogadischu - Somalias höchste Sportführer sind am Mittwoch offenbar bei einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Mogadischu getötet worden.

Mit Präsident Aden Yabarow Wiish vom Nationalen Olympischen Komitee des ostafrikanischen Staates und seinem Kollegen Said Mohammed Nur vom nationalen Fußball-Verband starben laut BBC acht weitere Menschen. Ziel der Selbstmordattentäterin waren anscheinend Ministerpräsident Abdiweli Mohammed Ali, der zum Zeitpunkt der Detonation eine Rede hielt, sowie sieben anwesende Minister seines Kabinetts. Alle blieben augenscheinlich unverletzt.

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Die Explosion ereignete sich während einer Feier zum einjährigen Bestehen des landesweiten Satelliten-Fernsehens im Nationaltheater. Laut BBC hat inzwischen die mit der Terror-Organisation Al Kaida in Verbindung stehende militante Gruppe Al Shabab die Verantwortung übernommen. Zu den Toten in dem seit Jahren vom Bürgerkrieg erschütterten Land sollen drei somalische TV-Journalisten zählen.

Jacques Rogge verurteilte den Anschlag. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sprach von einem „barbarischen Akt“ gegen zwei Sportführer, die versucht hätten, das Leben der Menschen in Somalia durch Sport zu verbessern. „Unsere Gedanken sind bei Somalias Sport und den Familien der beiden Getöteten“, meinte Rogge.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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