Ostermesse in Rom - Rückhalt für den Papst

+
Papst Benedikt XVI. hat vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse gefeiert.

Rom - Papst Benedikt XVI. hat vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse gefeiert. Dabei bekam er Rückhalt im Bezug auf die Missbrauchsfälle in der Kirche ausgesprochen.

Lesen Sie dazu auch:

Osternacht: Papst feiert Messe

Vatikan distanziert sich von Antisemitismus-Vergleich

Papst: Zeit der Prüfung

Christen in aller Welt gedenken der Leiden Jesu

Gründonnerstag: Papst wäscht Priestern die Füße

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Osterbotschaft in Rom zu Frieden und Eintracht in einer von Gewalt, Diskriminierung und Terror geprägten Welt aufgerufen. Die ganze Menschheit müsse die sich ausbreitende “Kultur des Todes“ überwinden, um eine Zukunft der Liebe und Wahrheit aufzubauen, in der jedes menschliche Leben geachtet und aufgenommen werde, verlangte Benedikt. Auf dem festlich geschmückten Petersplatz forderte er vor Zehntausenden von Gläubigen die Menschen so zu einer geistigen und moralischen Umkehr auf. Auf den Skandal um sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen mehrerer Länder ging Benedikt dabei nicht ein. Die Menge hörte dem Papst im Regen zu.

Der Papst feiert die Ostermesse

Der Papst feiert die Ostermesse

“Die ganze Kirche ist mit Ihnen“, unterstützte der Kardinal das 82-jährige Kirchenoberhaupt. Sodano wünschte dem Papst außerdem fröhliche Ostern. Niemals zuvor war eine Ostermesse auf dem Petersplatz mit einer solchen Botschaft an den Papst eröffnet worden.

Die Menschheit brauche das Heil des Evangeliums, “um aus einer Krise herauszukommen, die tief ist und als solche tiefe Veränderungen verlangt“, sagte Benedikt in seiner Osterbotschaft nach der Messe. Er beklagte nachdrücklich die Gewalt und die Spannungen im Heiligen Land und in mehreren afrikanischen Ländern, die weiter zerstört würden und leiden müssten. Den von Terrorismus und sozialen oder religiösen Diskriminierungen betroffenen Ländern wünschte der Papst die Kraft, “Wege des Dialogs und des friedvollen Zusammenlebens einzuschlagen.“

“Urbi et Orbi“

Der Himmel über dem Vatikan zeigte sich an diesem höchsten christlichen Feiertag trübe und regenverhangen. Höhepunkt der Messe auf dem mit Blumen aus Holland festlich geschmückten Petersplatz ist der abschließende Segen “Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis).

Am Vorabend hatte Benedikt im Dom die Osterwache gefeiert. Dabei wurde in der Vorhalle der Kirche das Osterlicht entzündet und in den Petersdom gebracht. Die Christen feiern weltweit an Ostern die Auferstehung Jesu von den Toten.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.