Trauerfall im Berliner Zoo

Der letzte deutsche Panda, Bao Bao, ist tot

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Der letzte Pandabär im Berliner Zoo, Bao Bao, ist tot.

Berlin - Der letzte Pandabär im Berliner Zoo, Bao Bao, ist tot. Er war das älteste männliche Exemplar seiner Art. Mit seinem Ableben endet in Berlin eine Ära der Publikumslieblinge.

Ein Publikumsliebling des Berliner Zoos ist tot. Der Pandabär Bao Bao starb am Mittwoch in seinem Gehege, wie Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz mitteilte. Das seltene Tier hatte ein Millionenpublikum wie sonst nur Eisbär Knut bis zu dessen Tod im März 2011. Mit 34 Jahren sei Bao Bao der älteste lebende männliche Bambusbär der Welt gewesen. Die Pfleger konnten in den vergangenen Monaten jedoch einen „altersgemäßen körperlichen Verfall“ beobachten. Eine Sektion solle die genaue Todesursache klären.

Pandabär Bao Bao im Berliner Zoo gestorben

Der letzte Pandabär im Berliner Zoo, Bao Bao, ist © dpa/dapd
Der letzte Pandabär im Berliner Zoo, Bao Bao, ist © dpa/dapd
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Der letzte Pandabär im Berliner Zoo, Bao Bao, ist © dpa/dapd

Im Herbst 1980 waren die 1978 in China geborenen Pandabären Bao Bao und Tjen Tjen als Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng in Berlin eingetroffen. Tjen Tjen starb im Februar 1984. Das Tier litt an einer akuten Darmverstopfung, in deren Folge sich Giftstoffe im Blut gebildet und die letztlich zu einem Herz-Kreislauf-Versagen geführt hatten. Von November 1991 bis Mai 1993 wurde Bao Bao nach London entsandt, um sich mit einem weiblichen Panda zu paaren. Der Erfolg blieb aus, Bao Bao flog zurück nach Berlin. Zu Ostern 1995 reiste die Pandabärin Yan Yan von Peking nach Berlin. Auch diesmal gab es keinen Nachwuchs. Yan Yan starb im März 2007 im Alter von 22 Jahren.

In Berlin endet mit dem Tod des Pandabären eine Ära. In Europa werden die weltweit vom Aussterben bedrohten Tiere nur noch in Wien und Madrid gezeigt. Das Tier habe ein „stolzes Alter erreicht“, sagte Blaszkiewitz der Nachrichtenagentur dpa. Bao Bao galt weltweit als der älteste in einem Zoo lebende männliche Panda.

Rote Liste: Diese Arten sind bedroht

Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat nun eine neue rote Liste bedrohter Arten veröffentlicht. Einige der Tiere sehen Sie in unserer Fotostrecke: © Bosse Jonsson dpa
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Hier eine Königskobra. © Bosse Jonsson dpa
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Auch der Rote Fruchtvampir (Stenoderma Rufum) steht auf der Roten Liste. © Allen Kurta dpa
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Genauso wie der Rotkehl-Brilliantkolibri (Heliodoxa gularis). © Chris Sloan dpa
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Neu auf der Liste ist der Springaffe Callicebus caquetensis. © Javier Garcia dpa
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Ebenfalls bedroht: Der Netz-Peitschenschwanz-Rochen (Himantura leoparda). © Joe Wu dpa
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Der Giant Australian Cuttlefish (Sepia apama) wurde 2012 erstmals in die Rote Liste aufgenommen. © Roger Hanlon dpa
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Das Korallenriff auf den Raja Ampat-Inseln im Süden Indonesiens: 33 Prozent der Riffe bildenden Korallen gelten als bedroht. © IUCN Photo Library/Jason Suwandy dpa
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Das Foto zeigt einen Israelische Scheibenzüngler (engl. Hula Painted Frog - Discoglossus nigriventer), der bereits als ausgestorben galt und jetzt wiederentdeckt wurde. © Oz Rittner dpa
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Auch bedroht: Der Große Feuerfalter (Lycaena dispar). © Wikimedia Commons, user: Rosenzweig dpa
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Die Burmesische Python (Python bivittatus) ist auch vom Aussterben bedroht. © Mark Auliya dpa
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Hier ein Nolasco Spiny-tailed Iguana (Ctenosaura nolascensis). © Scott Trageser dpa
Dieser Vogel ist in Südkorea zuhause und ebefalls bedroht: der Paradise Flycatcher. © dpa
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Der Amerikanische Aal (Anguilla rostrata) gilt unter anderem aufgrund des Klimawandels und der Umweltverschmutzung als bedroht ("endangered"). © dpa
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Der chinesische Kugelfisch (Takifugu chinensis) ist akut vom Aussterben bedroht. © dpa
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Wegen jahrelanger Überfischung wird der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch als gefährdet aufgeführt. © dpa

Pandas können in Gefangenschaft bis zu 35 Jahre alt werden, in freier Wildbahn sind es im Schnitt etwa zehn Jahre weniger. Sie gelten als Einzelgänger und beschäftigen sich bis zu 16 Stunden am Tag mit Fressen. Sie bevorzugen Bambusspitzen und verputzen täglich bis zu 30 Kilogramm der nährstoffarmen Pflanze.

Berlins Tierparks - Der Zoologische Garten und der Tierpark Friedrichsfelde - sind in jüngerer Zeit immer wieder von aufsehenerregenden Tierverlusten betroffen gewesen.

Hätten Sie es gewusst? So alt werden Tiere

Ameisen werden bis zu sieben Jahre alt. © dpa
Bären werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Eintagsfliegen werden nur einen Tag alt. © dpa
Elefanten werden bis zu 85 Jahre alt. © dpa
Enten werden bis zu 22 Jahre alt. © dpa
Füchse werden bis zu 15 Jahre alt © dpa
Hirsche werden bis zu 35 Jahre alt. © dpa
Hunde werden bis zu 15 Jahre alt. © dpa
Kakadus werden bis zu 100 Jahre alt © dpa
Kanarienvögel werden bis zu 22 Jahre alt. © dpa
Karpfen werden bis zu 120 Jahre alt. © dpa
Katzen werden bis zu 15 Jahre alt © dpa
Kröten werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Krokodile werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Löwen werden bis zu 35 Jahre alt © dpa
Maikäfer werden bis zu sechs Wochen alt. © dpa
Mäuse werden bis zu drei Jahre alt. © dpa
Nashörner werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Pferde werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Regenwürmer werden bis zu zehn Jahre alt. © dpa
Riesenschildkröten werden bis zu 180 Jahre alt. © dpa
Schimpansen werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Manche Schmetterlinge werden nur einen Tag alt. © dpa
Steinadler werden bis zu 100 Jahre alt. © dpa
Uhus werden bis zu 70 Jahre alt. © dpa
Wale werden bis zu 120 Jahre alt. © dpa
Wespen werden bis zu einem Jahr alt. © dpa
Wildgänse werden bis zu 80 Jahre alt. © dpa

Im November vor zwei Jahren starb Kragenbärin Mäuschen, die mehr als acht Jahre mit einer kleinen Katze zusammengelebt hatte. Mitte März 2011 verendete Eisbär-Star Knut, den mehr als elf Millionen Menschen besucht hatten. Dann erlagen zwei junge Elefanten dem Herpes-Virus. Ein Löwenmännchen tötete zwei Löwenbabys. Eine Schwarzbärin musste nach einem schweren Sturz eingeschläfert werden.

dapd/dpa

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