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So hoch wie nie: Corona-Inzidenz in Köln explodiert nach Karneval

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Von: Sandra Kathe

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Eine Woche nach dem Straßenkarneval in Köln liegt die Corona-Inzidenz bei über 2000.
Eine Woche nach dem Straßenkarneval in Köln liegt die Corona-Inzidenz bei über 2000. (Symbolfoto) © Marius Becker/dpa

Tausende neu gemeldete Corona-Infektionen machen Köln derzeit zu einem Hochinzidenzgebiet. War der Karneval der Auslöser?

Köln – Mit einer Inzidenz von aktuell 2019,0 (Stand 06.03.2022) zählt Köln zu den Städten in Deutschland, in denen sich aktuell erneut viele Menschen mit dem Corona-Virus anstecken. 21.876 Corona-Infektionen wurden am Sonntag als Sieben-Tage-Inzidenz aus der viertgrößten deutschen Stadt gemeldet, die damit auf die höchste Inzidenz in Nordrhein-Westfalen kommt. Die Tendenz könnte in den nächsten Tagen weiter steigen.

Denn: Aktuell liegt die Zahl der Neuinfektionen in Köln höher als je zuvor. Am Donnerstag (03.03.2022) meldete das Gesundheitsamt 6642 neue Fälle ans Robert-Koch-Institut, der bisherige Höchstwert lag Anfang Februar noch bei 4201 Neuinfektionen. Eine Woche zuvor hatten Zehntausende in der Domstadt auf den Straßen und Plätzen sowie in Kneipen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie Straßenkarneval gefeiert.

Nach Karneval und Friedensdemos: Corona-Inzidenz in Köln liegt über 2000

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24.02.2022 gingen etwa am Rosenmontag und darüber hinaus über eine viertel Million Menschen – ebenfalls teils kostümiert – auf die Straße, um in der Domstadt für den Frieden zu demonstrieren.

Laut Angaben des Nachrichtenportals t-online.de hatte die Stadt Köln bereits am Freitag (04.03.2022) einen möglichen anderen Grund für den starken Anstieg als die großen Menschenmassen am Karnevalswochenende gemeldet. Da sich in Köln derzeit vor allem der Omikron-Subtyp BA.2 ausbreite, der ansteckender ist als bisherige Varianten, schnellten auch deshalb die Fallzahlen in die Höhe.

Höchste Corona-Inzidenz in NRW: Vor allem eine Gruppe infiziert sich in Köln mit dem Virus

Was dafür spricht, dass der Karneval bei der aktuellen Ausbreitung jedoch eine Rolle spielte, sei laut t-online.de die Beobachtung, dass sich zuletzt vorrangig junge Menschen zwischen 20 und 29 mit Corona infizierten. Laut Landeszentrum Gesundheit sei die Inzidenz in dieser Gruppe von 1387,1 in der Vorwoche inzwischen auf 4336,6 angestiegen. (ska mit dpa)

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