Aussöhnung und Frieden als Ziel

Papst appelliert an Süd- und Nordkorea

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Papst Franziskus in Südkorea.

Seoul - Zum Abschluss seines ersten Besuchs in Asien hat Papst Franziskus die Menschen in Süd- und Nordkorea zur Aussöhnung aufgerufen.

Alle Koreaner seien „Brüder und Schwestern, Glieder einer Familie, eines Volkes“, sagte der 77 Jahre alte Papst am Montag in einem Gottesdienst am Ende seines fünftägigen Besuchs in Südkorea.

Nach der Messfeier in der Myongdong-Kathedrale in Seoul, bei der unter den rund 1000 Besuchern auch Staatspräsidentin Park Geun Hye anwesend war, verließ der Papst das Land wieder in Richtung Rom. Sein Besuch in Südkorea spiegelte auch die Absicht des Papstes, Asien zu einem Schwerpunkt seines Pontifikats zu machen.

„Die heutige Messe ist in erster Linie ein Gebet um Versöhnung innerhalb der koreanischen Familie“, sagte Franziskus. Die Gebete sollten auf einen neuen Dialog und die Lösung von Gegensätzen gerichtet sein.

Der Appell des Papstes fiel zeitlich mit dem Beginn eines gemeinsamen jährlichen Manövers der amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte zusammen. Nordkorea hatte mehrmals vor dem Manöver gewarnt und unter anderem mit „erbarmungslosen Erstschlägen“ gedroht. Nach Berichten südkoreanischer Medien nehmen an der zwölftägige Übung „Ulich Freedom Guardian“ 50 000 Soldaten aus Südkorea und 30 000 Soldaten aus den USA teil.

Kurz vor und nach der Ankunft von Franziskus am Donnerstag in Südkorea hatte Nordkoreas Militär fünf Testraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert. Trotz einer Einladung der südkoreanischen Seite zum Papst-Besuch hatte das kommunistische Regime in Pjöngjang die Anreise von Katholiken des Landes untersagt.

Der Papst war in den vergangenen Tagen unter anderem mit Bischöfen und Jugendlichen aus ganz Asien zusammengetroffen. Der sechste Asiatische Jugendtag in Taejon war der offizielle Anlasss seines Besuchs. Dazwischen traf er auch Behinderte, Ordensleute und Angehörige des schweren Fährunglücks im April vor der Südwestküste Südkoreas. Bei der Katastrophe waren rund 300 Menschen umgekommen.

Festlicher Höhepunkt war am Samstag ein Freiluft-Gottesdienst in der Innenstadt von Seoul, bei dem Franziskus vor einer Kulisse von Hunderttausenden von Menschen 124 koreanische „Märtyrer“ seliggesprochen hatte. In Januar ist ein Besuch des Papstes auf den Philippinen und in Sri Lanka geplant. Franziskus hatte kurz nach dem Beginn seines Pontifikats im April von der „Priorität Asien“ gesprochen.

dpa

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
1973 war Bergoglio noch einfacher Priester. © AP/dpa
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Hochzeitsfoto der Eltern Bergoglios, Regina Maria Sivori and Mario Jose Bergoglio, aus dem Jahr 1935. Ein Jahr später wurde Bergoglio geboren. © AP/dpa
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Bergoglio (rechts, zusammen mit zwei Klassenkameraden) ging in den frühen 50er-Jahren in eine Schule in Buenos Aires © AP/dpa
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Bergoglios Vater, Mario Jose Bergoglio (Mitte) mit seinen Eltern, Juan und Magarita Vasallo in Buenos Aires (Foto undatiert) © AP/dpa
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In diesem Gebäude in Buenos Aires, einst eine technische Schule, machte Bergoglio seinen Abschluss als Chemietechniker. © AP/dpa
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In einem Seminar lehrte Bergoglio (hier ein Bild aus dem Jahr 1966) Literatur und Psychologie. © ap/dpa
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1969 bekam Bergoglio seine Priestweihe. Hier posiert er (hintere Reihe, 2. v. l.) mit seiner Familie. (Foto undatiert) © AP/dpa
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Bereits als Priester leitete Bergoglio (r., Foto aus dem Jahr 1973) viele Messen. © ap/dpa
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Papst Johannes Paul II. ernannte Bergoglio 2001 zum Kardinal. © ap/dpa
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Dieses Slum von Buenos Aires besuchte Bergoglio zu seiner Zeit als Erzbischof oft. © AP/dpa
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Bergoglio ist Anhänger des Fußballteams von San Lorenzo de Almagro. (Foto aus dem Jahr 2011) © AP/dpa
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Bergoglio ist Mitglied des Fanclubs. © AP/dpa
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Papst Benedikt XVI. bei einem Treffen mit Kardinal Bergoglio im Jahre 2007. © AP/dpa
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Erzbischof Bergoglio bei einer Messe für Drogenabhängige und Arme aus dem Jahr 2008. © dpa
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Die Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernandez, soll ein eher kühles Verhältnis zum neuen Papst haben. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa
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Bergoglio fuhr noch als Kardinal von Buenos Aires mit der U-Bahn. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa
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Kardinal Bergoglio beim Heiligen Abendmahl (Foto aus dem Jahr 2009) © AP/dpa
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Kardinal Bergoglio bei einer Messe (Foto aus dem Jahr 2009). © AP/dpa
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Die Volksnähe hat er sich bewahrt: Bergoglio trinkt Mate, das Nationalgetränk Argentiniens. (Foto aus dem Jahr 2013) © AP/dpa
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Kardinal Bergoglio einen Tag vor Beginn des Konklaves, bei dem er zum neuen Papst gewählt wurde. © dpa
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Als Papst nennt er sich Franziskus - nach dem Heiligen Franz von Assisi. © AP/dpa
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Die jüngste Stimme von Papst Bergoglio, María Elena Bergoglio (65), hat ihren Pass erneuert, um ihren Bruder in Rom besuchen zu können. © dpa

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