Besuch in Neapel

Papst verdammt in Mafia-Hochburg Korruption

+
Papst Franziskus wird auf der Piazza del Plebiscito in Neapel begeistert empfangen. Foto: Alessandro Di Meo

Neapel - Papst Franziskus hat in einem als Mafia-Hochburg verrufenen Viertels von Neapel Korruption und soziale Ungerechtigkeit angeprangert: "Korruption stinkt, eine korrupte Gesellschaft stinkt, und ein Christ, der die Korruption in sich hinein lässt, ist kein Christ, er stinkt".

Das Armenviertel Scampia im Norden Neapels ist berüchtigt für seine blutigen Bandenkriege zwischen verschiedenen Clans der Camorra, des neapolitanischen Zweiges der Mafia.

Am Morgen hatte der Papst zunächst eine Wallfahrtskirche im benachbarten Pompeji besucht. In Scampia wandte sich der für sein soziales Engagement bekannte Argentinier auch gegen informelle und schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse. "Das nennt man Sklaverei, das nennt man Ausbeutung, das ist nicht menschlich, das ist nicht christlich", sagte er.

Anschließend hielt der Papst eine Messe auf der Piazza Plebiscito in Neapel. Im Gefängnis Poggioreale wollte er mit Häftlingen zu Mittag essen, unter ihnen Homosexuelle, HIV-Infizierte und Transsexuelle.

Besuchsprogramm (Italienisch)

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.