Reise in Krisenregion

Papst im Libanon: Friedensbotschaft für Nahost

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Papst Benedikt XVI. winkt auf dem Flughafen in Beirut neben dem libanesischen Präsidenten Michel Suleiman.

Beirut - Der Papst fliegt in unruhigen Zeiten nach Nahost. Während er dem Libanon eine Friedensbotschaft bringen will, tobt im benachbarten Syrien ein blutiger Bürgerkrieg. Noch im Flugzeug bezieht Benedikt Stellung.

Papst Benedikt XVI. hat zum Auftakt seiner Libanon-Reise ein Ende der Waffenlieferungen an das benachbarte Bürgerkriegsland Syrien gefordert. „Ohne dies lässt sich der Krieg nicht beenden. Statt Waffen braucht das Land Kreativität und Ideen für den Frieden“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag zum Beginn seiner dreitägigen Reise in die Krisenregion.

Damit unterstrich der Papst seine Friedensbotschaft. Erste Station seines Besuchs ist der Wallfahrtsort Harissa, etwa 30 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Beirut. Am Abend unterschrieb Benedikt feierlich das Nahost-Dokument zur schwierigen Lage der Christen in der Region und der angestrebten engeren Zusammenarbeit der Religionen. Das Schlussdokument der Nahost-Bischofssynode von vor zwei Jahren ist offizieller Anlass der Reise.

Mitten im Protest-Sturm: Papst Benedikt XVI. besucht den Libanon

Der Papst bei seiner Ankunft zur Abschlussmesse in Beirut. © dpa
Mitten im Sturm der eskalierenden Proteste in der arabischen Welt besucht der Papst den Libanon. Er kommt mit einer Friedensbotschaft. © dpa
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Mitten im Sturm der eskalierenden Proteste in der arabischen Welt besucht der Papst den Libanon. Er kommt mit einer Friedensbotschaft. © dpa

Die meisten Waffen der militanten Gegner von Präsident Baschar al-Assad stammen aus Beständen der syrischen Armee. Vereinzelt erhielten die Oppositionskräfte auch Schusswaffen und Panzerfäuste aus dem Ausland, finanziert von Exil-Syrern und Sympathisanten in den arabischen Golfstaaten. Das syrische Regime bezieht seine Rüstungsgüter vor allem aus Russland.

Der Papst sagte bei seiner Ankunft in Beirut: „Ich komme symbolisch als Pilger des Friedens für alle Länder in Nahost und als Freund all ihrer Bewohner, wo immer sie herkommen und was immer sie glauben.“ Bereits im Vorfeld hatte der Papst die bedrängten Christen in den überwiegend muslimischen Ländern des Nahen Ostens zum Bleiben aufgerufen. Denn ihr Bemühen um Dialog und Versöhnung sei wichtig für den Frieden.

Beckenbauer, Riesch und andere Promis über den Papst

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU - l) und der Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein, präsentieren in München Gänsweins Buch "Benedikt XVI. - Prominente über den Papst". In dem Buch sprechen anlässlich des 85. Geburtstages des Papstes prominente Vertreter aus Kirche, Politik, Sport und Wirtschaft über ihre persönlichen Begegnungen und über sein Wirken in Kirche und Welt. © dpa
Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer traf Papst Benedikt vor der Fußball-WM 2006 bei einer Audienz auf dem Petersplatz – und war überrascht, dass der Heilige Vater von sich aus begann, über Fußball zu sprechen. © dpa
Die Ruhe, Würde und die Herzlichkeit von Benedikt haben Beckenbauer tief beeindruckt. „Ich habe schon viele große Persönlichkeiten getroffen, aber diese Begegnung war einer der bewegendsten Momente in meinem Leben, den ich nie vergessen werde.“ © dpa
Diese Begegnung habe sein Leben verändert: „Ich gehe seitdem wieder häufiger in die Kirche.“ © dpa
Im Gespräch mit Beckenbauer sprach der Papst auch über die Chancen der deutschen Mannschaft bei der damals anstehenden WM 2006: "Er meinte, sie sei im Moment doch sehr gut. Das sah ich damals nicht ganz so. Deshalb entgegnete ich ihm, sie sei zumindest auf dem Weg, eine gute Mannschaft zu werden. Darauf lächelte er milde." © dpa
Eine herrliche Anekdote erzählt der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber über den Papst. Für dessen Besuch im Jahr 2006 sei ursprünglich ein Termin während des Oktoberfestes vorgesehen gewesen. Das Münchner Ordinariat, so Stoiber, hätte zwar versucht, den Vatikan auf diese „Überschneidung“ hinzuweisen, sei damit aber nicht bis zum Heiligen Vater durchgedrungen. © dpa
Erst nach einer Intervention Stoibers wurde Benedikt XVI. schließlich doch noch persönlich über das Dilemma unterrichtet. Stoiber: „Die Reise wurde verlegt. Papst Bendikt XVI. hat selbst dafür gesorgt.“ © dpa
Der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef schätzt vor allem das persönliche Gespräch mit dem Kirchenoberhaupt: “Gerade dem Politiker kann theologische “Nachhilfe“ von höchster Stelle gelegentlich nicht schaden.“ © dpa
Über den humorvollen Papst berichtet Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising. „Ja es stimmt: Der Papst lacht gern.“ Allerdings habe Benedikt XVI. einen ganz besonderen Humor. Er sei feinsinnig, manchmal hintergründig und von einer gewissen liebenswürdigen Distanz geprägt – aber immer den Menschen zugewandt. © dpa
Marx nennt diesen Humor „theologisch“, weil er das Schwere und Angestrengte leichter werden lasse, „weil die Wirklichkeiten dieser Welt ja nicht das letzte Wort haben“. Allerdings räumt der Kardinal ein, dass diese Interpretation vielleicht ein wenig gewagt sei. © dpa
Politik-Urgestein Peter Gauweiler schildert gleich mehrere Begegnung mit dem Papst. Unter anderem berichtet er über dessen Rede im Deutschen Bundestag: © dpa
legte sich um das Reichstagsgebäude eine Atmosphäre erwartungsvoller Stille, wie ich sie an diesem Ausnahmeort der deutschen Politik noch nie erlebt habe. Es war fast ein bisschen wie zu Hause, als wir Kinder waren, beim Warten aufs Christkind.“ © dpa
Gauweilers Fazit: „Ich bin ein lutherischer Benedikt-Anhänger. Er ist der oberste Bischof der Christenheit. Meine bevorzugten Kirchenväter heißen Joseph Ratzinger und Martin Luther.“ © dpa
Die Skirennläuferin Maria Höfl- Riesch erzählt, wie wichtig der Glaube an Gott als ihr Wegbegleiter war und ist. „Seit Joseph Ratzinger Papst ist“, schreibt sie, „beschäftige ich mich bewusster mit meinem Glauben © dpa
"Seine Wahl (…) war für mich Anlass, mich selbst zu hinterfragen, wo ich eigentlich stehe und was mir wichtig ist im Leben.“ © dpa
Die Sportlerin gehe aus termingründen nicht mehr regelmäßig in die Kirche, trotzdem sei ihr der Glaube immer noch sehr wichtig. „Ich finde, zum Beten braucht man nicht unbedingt eine Kirche (…), beten kann man überall, zu jeder Zeit. Manchmal bete ich noch kurz vor dem Start, im Stillen, nur für mich.“ © dpa
Der Unternehmer Claus Hipp schreibt über den papst: "Das ist das, was mich bei den Äußerungen Papst Benedikts XVI. immer wieder von Neuem begeistert: dass er bescheiden und mit einfachen Worten uns den Glauben näherbringt – ohne Argumente oder theoretische Abhandlungen, die in einer wahrscheinlich abgehobenen Sprache sowieso nur Wissenschaftlern verständlich wären." © dpa
Hipp weiter über Benedikt XVI.: "Er tritt bescheiden auf, ohne mit seinem Wissen beeindrucken zu wollen. Er tritt aber fest auf, sodass er mit seiner Erkenntnis überzeugt. Aus der eigenen Sicherheit kommt die Stärke, sein Wissen bei anderen auf fruchtbaren Boden fallen lassen zu können." © dpa
Hipps Fazit über den Papst: "Die Ausstrahlung, die dieser Mann hat, diese innere Ruhe und Würde und seine Herzlichkeit – das hat mich stark beeindruckt." © dpa
Wolfgang Schäuble ist froh, dass der Papst die Diskussion über Gott wieder mehr in der öffentlichen Diskussion etabliert hat. © dpa
Schäuble: "Denn es ist dieser Glaube, durch den sich das eigene Leben auf eine Instanz bezieht, die größer ist, als man selbst, auf eine Instanz, die wir uns nicht selbst zurechtmachen und vor der wir deshalb unser Tun und Lassen verantworten müssen."  © dpa
Georg Gänswein (Herausgeber): "Benedikt XVI. – Prominente über den Papst", Media Maria Verlag, 19,95 Euro. © dpa

Das Dokument der Bischofssynode zum Nahen Osten solle einen Akt der Hoffnung setzen. Die Kirche habe den „ängstlichen Schrei hören und den verzweifelten Blick so vieler Männer und Frauen vernehmen können“, so der Papst zu der umfassenden Analyse auch der Probleme von Christen, die in der Ausübung ihrer Religion behindert werden. Das Schreiben ziele auf einen echten interreligiösen Dialog ab und wolle auch zur Ökumene beitragen. Benedikt wird das Dokument in der Sonntagsmesse, dem Höhepunkt seiner Reise, übergeben.

In dem Dokument beklagt die katholische Kirche nicht nur den ausbleibenden Nahost-Frieden. Sie spricht auch die Gefahren des religiösen Fundamentalismus an, befördert durch wirtschaftliche und politische Unsicherheiten. Jüdische, christliche und muslimische Religionsführer seien aufgerufen, alles zu tun, um diese Bedrohung auszumerzen. Das Papier nennt die Religionsfreiheit den „Gipfel aller Freiheiten“, setzt sich für den Dialog aller ein und will erreichen, dass Christen nicht weiter die Region verlassen, sondern gemeinsam mit anderen Religionen versuchen, Frieden zu stiften.

"Fragen an mich": Der Papst antwortet den Gläubigen

Fragen an mich © dapd
Frage eines deutschen Journalisten: Hat der Papst aus Bayern in Rom und rund um den Erdball auch ein bisschen Heimweh? © dapd
Papst Benedkit XVI. : „Ja, schon, denn ich meine, da bin ich eben aufgewachsen. 'Mein Herz schlägt bayrisch' – ist ein Buch herausgegeben worden.[...] © dapd
[...] Andererseite ist so viel Erinnerung in meiner Seele, dass ich in den Landschaften der Erinnerung immer herumwandern kann, mich gar nicht so weit weg fühle, zumal ich jeden Abend mit meinem Bruder telefonieren kann. Also so ganz arg weit entfernt fühle ich mich nicht.“ © dapd
Frage eines Kindes: „Lieber Papst Benedikt, hättest Du je gedacht, dass Du einmal Papst wirst?“ © dapd
Antwort: „Um die Wahrheit zu sagen, ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Papst werde. Denn, wie ich schon gesagt habe, war ich ein recht einfacher Junge in einem kleinen Dorf weit weg von den großen Zentren, in der vergessenen Provinz. Wir waren glücklich, auf dem Land zu sein, und dachten nicht an andere Dinge. [...] © dapd
[...] Natürlich haben wir den Papst – damals war es Pius XI. - gekannt, verehrt und geliebt. Aber für uns war er in unerreichbarer Höhe, fast in einer anderen Welt: er war für uns ein Vater, aber doch in einer Wirklichkeit, die uns alle weit überstieg. [...] © dapd
[...] Und ich muss sagen, noch heute fällt es mir schwer, zu verstehen, warum der Herr an mich denken konnte, warum er mich für dieses Amt bestimmt hat. Aber ich nehme es aus seinen Händen an, auch wenn es erstaunlich ist und weit über meine Kräfte zu gehen scheint. Aber der Herr hilft mir.“ © dapd
Frage eines Kindes: „ Bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion wurde mir gesagt, daß Jesus in der Erstkommunion in der Eucharistie gegenwärtig ist. Aber wie? Ich sehe ihn ja nicht!“ © dapd
„Ja, wir sehen ihn nicht, aber es gibt viele Dinge, die wir nicht sehen, die aber doch existieren und wesentlich sind. Wir sehen zum Beispiel unsere Vernunft nicht, und doch sind wir mit Vernunft begabt. [...] © dapd
[...] Wir sehen unseren Verstand nicht, und doch haben wir ihn. Wir sehen, mit einem Wort gesagt, unsere Seele nicht, und doch existiert sie, aber wir sehen die Wirkungen, denn wir können sprechen, denken, entscheiden usw. Wir sehen zum Beispiel auch den elektrischen Strom nicht, und doch sehen wir, daß es ihn gibt, denn wir sehen, wie dieses Mikrofon funktioniert; wir sehen die Lichter. [...] © dapd
[...] Mit einem Wort: Gerade die tiefsten Dinge, die wirklich das Leben und die Welt stützen, sehen wir nicht, aber wir können die Wirkungen sehen und fühlen. Die Elektrizität, den elektrischen Strom sehen wir nicht, aber wir sehen das Licht. Und so fort. [...] © dapd
[...] Und deshalb sehen wir auch den auferstandenen Herrn nicht mit unseren Augen, aber wir sehen, daß dort, wo Jesus ist, die Menschen sich ändern, daß sie sich bessern. Es entsteht eine größere Fähigkeit zu Frieden und Versöhnung usw. Wir sehen also nicht den Herrn selbst, aber wir sehen die Wirkungen. So können wir erkennen, daß Jesus gegenwärtig ist. [...] © dapd
[...] Gerade die unsichtbaren Dinge sind die tiefsten und wichtigsten, wie ich sagte. Also gehen wir diesem unsichtbaren, aber starken Herrn entgegen, denn er hilft uns, dasß unser Leben gelingt.“ © dapd
Frage eines Kindes: "Glaubst du, daß die verschiedenen Kulturen eines Tages im Namen Jesu zusammenleben können, ohne zu streiten?" © dapd
"Ich habe verstanden, daß ihr wissen wollt, wie es uns als Kindern gelungen ist, uns gegenseitig zu helfen. Dazu muß ich sagen, daß ich die Grundschuljahre in einem kleinen Ort mit 400 Einwohnern verbracht habe, weit weg von den großen Städten.  [...] © dapd
[...] Wir waren also ganz einfache Kinder, und in diesem Ort gab es einerseits sehr reiche Landwirte, und auch andere, die nicht so reich waren, aber doch über einen gewissen Wohlstand verfügten, und auf der anderen Seite arme Angestellte, Handwerker. Unsere Familie war kurz vor Beginn der Grundschulzeit aus einem anderen Dorf dort angekommen, deshalb waren wir ein bißchen fremd für sie, auch der Dialekt war anders. [...] © dapd
[...] In dieser Schule spiegelten sich also sehr verschiedene soziale Situationen wider. Trotzdem gab es unter uns eine sehr schöne Gemeinschaft. Sie haben mir ihren Dialekt beigebracht, den ich noch nicht kannte. Wir haben gut zusammengearbeitet, und ich muß sagen, daß wir manchmal natürlich auch gestritten haben. Aber anschließend haben wir uns versöhnt und haben vergessen, was geschehen war. [...] © dapd
[...] Das scheint mir wichtig zu sein. Manchmal scheint es im Leben unausweichlich zu sein, daß man miteinander streitet; aber wichtig bleibt dennoch die Kunst, sich zu versöhnen, die Vergebung zu suchen, neu anzufangen und keine Bitternis im Herzen zu behalten. [...] © dapd
[...] Dankbar erinnere ich mich daran, wiewir alle zusammengearbeitet haben: einer half dem anderen, und wir gingen zusammen unseren Weg. Wir waren alle katholisch, und das war natürlich eine große Hilfe. So haben wir gemeinsam die Bibel kennengelernt, angefangen von der Schöpfung bis zum Opfer Jesu am Kreuz und dann auch die Anfänge der Kirche. [...] © dapd
[...] Wir haben zusammen den Katechismus gelernt, wir haben zusammen beten gelernt, wir haben uns zusammen auf die erste Beichte vorbereitet, auf die erste heilige Kommunion: das war ein wunderbarer Tag. [...] © dapd
[...] Wir haben verstanden, daß Jesus selbst zu uns kommt und daß er kein weit entfernter Gott ist: er kommt in mein eigenes Leben, in meine Seele. Und wenn derselbe Jesus zu jedem von uns kommt, sind wir Brüder, Schwestern, Freunde und müssen uns auch so verhalten. [...] © dapd
[...] Für uns waren diese Vorbereitungen – sowohl auf die erste Beichte als Reinigung unseres Gewissens, unseres Lebens, und dann auch auf die erste heilige Kommunion als konkrete Begegnung mit Jesus, der zu mir kommt, der zu uns allen kommt – Faktoren, die dazu beigetragen haben, unsere Gemeinschaft zu formen. Sie haben uns geholfen, gemeinsam voranzugehen, zusammen zu lernen, uns zu versöhnen, wenn dies nötig war. [...] © dapd
[...] Wir haben auch kleine Theaterstücke aufgeführt: Es ist auch wichtig zusammenzuarbeiten, aufmerksam füreinander zu sein. Dann bin ich mit acht oder neun Jahren Meßdiener geworden. Damals gab es noch keine Meßdienerinnen, aber die Mädchen lasen besser als wir. Sie trugen also in der Messe die Lesungen vor, und wir waren Ministranten. [...] © dapd
[...] Zu jener Zeit gab es noch viele lateinische Texte, die man auswendiglernen mußte, so mußte sich jeder Mühe geben. Wie ich bereits gesagt habe, waren wir keine Heiligen. Wir haben uns auch gestritten, aber dennoch gab es eine schöne Gemeinschaft, wo die Unterschiede zwischen reich und arm, zwischen intelligent und weniger intelligent nicht zählten. [...] © dapd
[...] Es war Gemeinschaft mit Jesus auf dem gemeinsamen Glaubensweg und in gemeinsamer Verantwortung, beim Spielen und beim Arbeiten. Wir haben die Fähigkeit gefunden zusammenzuleben, Freunde zu sein und obwohl ich seit 1937, das heißt seit mehr als 70 Jahren, nicht mehr in diesem Dorf war, sind wir immer Freunde geblieben. [...] © dapd
[...] Wir haben also gelernt, einander anzunehmen, einer die Last des anderen zu tragen. Das scheint mir wichtig: Trotz unserer Schwächen nehmen wir einander an, und mit Jesus, mit der Kirche finden wir gemeinsam den Weg des Friedens und lernen, recht zu leben." © dapd
Frage eines Kindes (2011): „Ich heiße Elena, bin Japanerin und sieben Jahre alt. Ich habe große Angst, weil das Haus, in dem ich mich sicher gefühlt habe, ganz heftig gebebt hat und viele meiner Altersgenossen gestorben sind. Ich kann nicht auf den Spielplatz gehen. Ich frage: Warum muß ich solche Angst haben? Warum müssen die Kinder so traurig sein? Ich bitte den Papst, der mit Gott spricht, es mir zu erklären.“ © dapd
Antwort: „Liebe Elena, ich grüße dich von Herzen. Auch ich stelle mir dieselben Fragen: Warum ist es so? Warum müßt ihr so sehr leiden, während andere ein ruhiges Leben führen? [...] © dapd
[...] Wir haben keine Antworten darauf, aber wir wissen, daß Jesus wie ihr unschuldig gelitten hat, daß der wahre Gott, der sich in Jesus offenbart, euch beisteht. [..] © dapd
[..] Das finde ich sehr wichtig, auch wenn wir keine Antworten haben, wenn die Traurigkeit bleibt: Gott steht euch bei, und ihr könnt sicher sein, daß dies euch helfen wird. [..] © dapd
[...] Und eines Tages werden wir auch verstehen können, warum es so war. In diesem Augenblick scheint mir wichtig, daß ihr wisst: 'Gott liebt mich', auch wenn er mich scheinbar nicht kennt. Nein, er liebt mich, er steht mir bei, und ihr dürft sicher sein, daß in der Welt, im Universum, viele bei euch sind, an euch denken, für euch tun, was sie können, um euch zu helfen. [...] © dapd
[...] Und ihr dürft wissen: Eines Tages werde ich verstehen, daß dieses Leiden nicht nutzlos, nicht umsonst war, sondern daß dahinter einn guter Plan, ein Liebesplan steht. Es ist kein Zufall. Dur darfst Dir sicher sein, daß wir bei dir sind, bei allen japanischen Kindern, die leiden müssen. [...] © dapd
[...] Wir wollen euch mit dem Gebet und mit unseren Taten helfen. Und ihr dürft sicher sein, daß Gott euch hilft. Und in diesem Sinne beten wir gemeinsam, damit es für euch sobald wie möglich wieder Licht werde.“ © dapd

Überschattet wird der Besuch nicht nur von dem Bürgerkrieg im benachbarten Syrien. In Libyen, Ägypten und anderen muslimisch geprägten Ländern brachen gewaltsame Proteste aus - als Reaktion auf ein Schmähvideo aus den USA, das den Propheten Mohammed verunglimpft.

Bemüht um den Dialog mit dem Islam, kommt Benedikt im Präsidentenpalast in Baabda mit führenden Köpfen der Muslime im Libanon zusammen. Auch ein Gespräch mit Präsident Michel Suleiman, einem maronitischen Christen, steht auf der Tagesordnung. Suleiman hatte den Papst am Flughafen in Empfang genommen. Eine Sonntagsmesse in Beirut ist dann der Höhepunkt der 24. Auslandsreise des Papstes. Benedikt komme als Kirchenoberhaupt, nicht als Politiker, hatte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi bekräftigt.

Außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen für Beirut seien nicht getroffen worden, hatte der Vatikan noch am Dienstag betont. Bei jedem päpstlichen Besuch trifft das Gastland jedoch strikteste Vorkehrungen, um den Papst zu schützen. „Alle Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um einen sicheren Besuch des Papstes zu garantieren“, sagte Innenminister Marwan Charbel.

dpa

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