Traditionsbruch bei Angelus-Gebet

Papst Franziskus mischt sich unter Gläubige

+
Nah am Volk: Der Papst mischte sich unter die verdutzten Gläubigen

Rom - Die Nähe zu den Menschen ist ihm wichtiger als Liturgie und Tradition: Das hat Papst Franziskus bei seinem ersten Angelus-Gebet auf dem überfüllten Petersplatz demonstriert.

Auf dem Petersplatz drängten sich über 150.000 Pilger und Touristen

Entgegen der Tradition hat sich Papst Franziskus bei seinem ersten Angelus-Gebet im Vatikan in einer freien Ansprache an mehr als 150.000 Pilger und Touristen gewandt. Vom Fenster seines Arbeitszimmers aus sprach er über die Kraft von Gottes Vergebung. Vor der Messe hatte sich Franziskus für kurze Zeit der Menschenmenge gezeigt. In einem schlichten weißen Gewand ging er zu einem offenen Tor und sprach mit den dort eingesetzten Sicherheitskräften. Dann kamen zwei Priester in der Menge zu ihm und umarmten ihn.

Das Angelus-Gebet bezieht sich auf die Botschaft des Erzbischofs Gabriel an Jesu Mutter Maria. Sein Vorgänger Benedikt XVI. beschränkte sich anschließend auf eine kurze vorbereitete Ansprache und den päpstlichen Segen. Die Menge reagierte mit Jubel auf den ungezwungenen Auftritt des neuen Papstes.

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
1973 war Bergoglio noch einfacher Priester. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Hochzeitsfoto der Eltern Bergoglios, Regina Maria Sivori and Mario Jose Bergoglio, aus dem Jahr 1935. Ein Jahr später wurde Bergoglio geboren. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Bergoglio (rechts, zusammen mit zwei Klassenkameraden) ging in den frühen 50er-Jahren in eine Schule in Buenos Aires © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Bergoglios Vater, Mario Jose Bergoglio (Mitte) mit seinen Eltern, Juan und Magarita Vasallo in Buenos Aires (Foto undatiert) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
In diesem Gebäude in Buenos Aires, einst eine technische Schule, machte Bergoglio seinen Abschluss als Chemietechniker. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus
In einem Seminar lehrte Bergoglio (hier ein Bild aus dem Jahr 1966) Literatur und Psychologie. © ap/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
1969 bekam Bergoglio seine Priestweihe. Hier posiert er (hintere Reihe, 2. v. l.) mit seiner Familie. (Foto undatiert) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus
Bereits als Priester leitete Bergoglio (r., Foto aus dem Jahr 1973) viele Messen. © ap/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus
Papst Johannes Paul II. ernannte Bergoglio 2001 zum Kardinal. © ap/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Dieses Slum von Buenos Aires besuchte Bergoglio zu seiner Zeit als Erzbischof oft. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Bergoglio ist Anhänger des Fußballteams von San Lorenzo de Almagro. (Foto aus dem Jahr 2011) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Bergoglio ist Mitglied des Fanclubs. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Papst Benedikt XVI. bei einem Treffen mit Kardinal Bergoglio im Jahre 2007. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Erzbischof Bergoglio bei einer Messe für Drogenabhängige und Arme aus dem Jahr 2008. © dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Die Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernandez, soll ein eher kühles Verhältnis zum neuen Papst haben. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Bergoglio fuhr noch als Kardinal von Buenos Aires mit der U-Bahn. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Kardinal Bergoglio beim Heiligen Abendmahl (Foto aus dem Jahr 2009) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Kardinal Bergoglio bei einer Messe (Foto aus dem Jahr 2009). © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Die Volksnähe hat er sich bewahrt: Bergoglio trinkt Mate, das Nationalgetränk Argentiniens. (Foto aus dem Jahr 2013) © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Kardinal Bergoglio einen Tag vor Beginn des Konklaves, bei dem er zum neuen Papst gewählt wurde. © dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
Als Papst nennt er sich Franziskus - nach dem Heiligen Franz von Assisi. © AP/dpa
Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus
Die jüngste Stimme von Papst Bergoglio, María Elena Bergoglio (65), hat ihren Pass erneuert, um ihren Bruder in Rom besuchen zu können. © dpa

Zuvor hatte Franziskus in einer Messe für Bewohner des Vatikans über Vergebung und Barmherzigkeit gesprochen. Gott habe eine unermesslich große Fähigkeit zur Vergebung, sagte der argentinische Geistliche in der Kirche St. Anna. Oft gingen die Menschen miteinander viel weniger nachsichtig um als Gott gegenüber Sündern. Anschließend begrüßte Franziskus einzelne Teilnehmer des Gottesdienstes und küsste kleine Kinder.

AP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.