Zeremonie am Gründonnerstag

Papst wäscht Ex-Mafiosi die Füße

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Zeremonie an Gründonnerstag: Papst Franziskus hat 2014 in einem Jugendgefängnis Häftlingen die Füße gewaschen.

Rom - Papst Franziskus wäscht Ex-Mafiosi im Gefängnis die Füße. Die Häftlinge sind für die traditionelle Fußwaschung am Gründonnerstag ausgewählt worden. Es ist nicht das erste Mal.  

Inhaftierte Ex-Mafiosi sind in diesem Jahr von Papst Franziskus für die traditionelle Fußwaschung vor Ostern ausgewählt worden. Bei dem "privaten" Besuch des Kirchenoberhauptes im Gefängnis der Kleinstadt Paliano am Donnerstagabend seien keine Kameras zugelassen, teilte der Vatikan mit. In der Haftanstalt rund 60 Kilometer von Rom entfernt sitzen insbesondere frühere Mitglieder der Mafia ein, deren Haftstrafen wegen ihrer Zusammenarbeit mit der Justiz verkürzt wurden.

Franziskus hat die Mitglieder der italienischen Mafia wiederholt aufgerufen, ihr Leben zu ändern. In einem am Donnerstag erschienenen Interview mit der italienischen Zeitung "La Repubblica" sagte der Papst: "Ich wiederhole es noch einmal, alle haben das Recht, sich zu irren." Jeder habe sich schon einmal "auf die ein oder andere Weise geirrt".

Woher stammt das Ritual der Fußwaschung am Gründonnerstag?

Das Ritual der Fußwaschung am Gründonnerstag beruht auf der Überlieferung, derzufolge Jesus beim letzten Abendmahl vor seiner Kreuzigung seinen Aposteln die Füße wusch. 

Wir haben bereits zusammengefasst, ob Gründonnerstag 2017 ein Feiertag ist.

Nach seinem Amtsantritt 2013 hatte Franziskus es eingeführt, dass die Fußwaschung nicht mehr im Vatikan, sondern an wechselnden Orten stattfindet. Als ersten wählte er ein Jugendgefängnis, 2014 wusch das Oberhaupt der katholischen Kirche zwölf Behinderten die Füße, 2015 zwölf Häftlingen und einem Kleinkind und vergangenes Jahr zwölf Asylbewerbern.

Gründonnerstag in Rom: Papst feiert Chrisam-Messe

AFP

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