Papstwahl: Briten im Wettfieber

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Mailands Erzbischof Angelo Scola, U2-Sänger Bono, Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone

Vatikanstadt - Die Briten sind ja für ihre Wettleidenschaft bekannt. Kein Wunder also, dass sie auch Geld auf den nächsten Papst setzen. Am meisten Gewinn lässt sich dabei mit U2-Sänger Bono machen.

Wenige Tage vor dem Start der Wahl eines neuen Papstes in Rom gehen britische Buchmacher von einem Kopf-an-Kopf-Rennen unter drei Favoriten aus: Mailands Erzbischof Angelo Scola, Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone aus Italien. Sowohl beim Wettanbieter William Hill als auch bei Paddy Power lag Scola am Samstag mit Abstand vorne - ein Gewinn von rund 3 Pfund pro eingesetzem 1 Pfund (1,15 Euro) winkte. Bertone und Turkson werden wechselnd auf Platz zwei oder drei gesehen. Erst mit großem Abstand folgt dahinter der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn.

Bei Paddy Power stehen auch einige Kandidaten auf der Liste, die gar nicht zur Wahl stehen. Sollte der irische Sänger Bono Papst werden, gibt es 1000 Pfund für 1 Pfund Einsatz. Beim Evolutionsbiologen und Religionskritiker Richard Dawkins winken 666 Pfund.

Schornstein für Papstwahl auf Sixtinischer Kapelle aufgebaut

Unterdessen ist auf der Sixtinischen Kapelle im Vatikan der Schornstein für das Konklave installiert worden. Vier Arbeiter der technischen Dienste des Vatikanstaats befestigten das Metallrohr am Samstagvormittag auf dem Ziegeldach. Zahlreiche Fotografen und Fernsehteams aus aller Welt verfolgten die Arbeiten. Am Dienstag ziehen 115 Kardinäle zur Papstwahl in die Sixtinische Kapelle ein.

Durch den Schornstein steigt der schwarze oder weiße Rauch auf, der erfolglose Abstimmungen oder die Wahl eines neuen Papstes signalisiert. Erzeugt wird der Rauch von zwei gusseisernen Öfen. In einem Ofen, der seit 1939 verwendet wird, werden die ausgezählten Wahlzettel verbrannt. In einem anderen Ofen, der 2005 erstmals zum Einsatz kam, wird mit Hilfe von Chemikalien schwarzer oder weißer Rauch produziert.

dpa/kna

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