Parkinson-Mittel macht Mann sex- und spielsüchtig

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Nachdem er ein Parkinson-Mittel eingenommen hatte, wurde ein Franzose sex- und spielsüchtig (Archivbild).

Paris - Ein Pharmakonzern ist zur Zahlung von gut 121 000 Euro verurteilt worden, weil ein Patient nach der Einnahme eines Medikaments gegen Parkinson sex- und spielsüchtig wurde.

Ein Gericht in Nantes gab am Donnerstag dem 51-jährigen Kläger Recht, dessen Anwalt das Urteil bekanntmachte. Der Konzern müsse an den Kläger 110 000 Euro Schmerzensgeld sowie 11 315 Euro an dessen Krankenkasse zahlen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Auf dem Beipackzettel seien die Nebenwirkungen nicht aufgeführt.

Sexsucht: Diese Stars sollen betroffen sein

Verbirgt sich hinter so manchem notorischen Fremdgänger tatsächlich ein Suchtopfer? So wie bei Golf-Profi Tiger Woods, der 14 Geliebte gehabt haben soll, bevor seine Frau Elin ­Nordegren das ­wilde Treiben mit ihrem Golfschlägerangriff beendete und sich der reue­volle Tiger zur Behandlung seiner Sexsucht in eine Klinik begab. © dpa
Akte X-Star David Duchovny durchlebte das schon im September 2008. Sexsüchtig ließ er sich in einer Spezialklinik behandeln, lebte eine Zeit lang getrennt von seiner Frau Téa Leoni und kehrte dann geläutert in den Kreis der Familie zurück. © dpa
Die Ehe von ­Michael Douglas mit seiner ersten Frau Diandra soll an Sexsucht in Verbindung mit Alkohol gescheitert sein. © dpa
Bill ­Murray (Lost in Translation) wurde während der Scheidung von ­Jennifer Butler ähnlich ­geoutet. © dpa
Jack Nicholson gab an, mit mehr als 2000 Frauen geschlafen zu haben. © dpa
Billy Bob Thornton steht im Ruf eines Sex­maniacs. © dpa
Sogar Take-That-Schmusesänger Mark Owen will seine Frau Emma mindestens zehn Mal betrogen haben, während sie zwei Kinder von ihm bekam. © dpa

Der Franzose hatte zunächst 450 000 Euro gefordert. Er habe nach Einnahme der Arznei zwischen 2003 und 2005 eine Hypersexualität entwickelt und sich verstärkt dem Glücksspiel hingegeben. Seine Anwälte hatten argumentiert, dass der fehlende Hinweis auf diese Nebenwirkungen einen schweren Mangel darstelle. Nach Bekanntwerden des Falles meldeten sich dem Bericht nach etliche weitere Patienten, die unter ähnlichen Nebenwirkungen litten.

dpa

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