Keine Toleranz für Alkoholexzesse

Party-Verbot am Ballermann? Mallorca will Sauftourismus eindämmen

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“Eimersaufen“ mit Blick auf die idyllische Kulisse Mallorcas - das ist für viele Deutsche der Inbegriff eines perfekten Party-Urlaubs.

In diesem Jahr könnte der ausufernde Party-Urlaub am Ballermann womöglich ausfallen - das 17. Bundesland Deutschlands will nämlich Kampagnen gegen den Sauftourismus starten.

Palma - Mallorca will den Sauftourismus auch vieler deutscher Urlauber in Teilen der Insel drastisch eindämmen. Nach jüngsten Prügeleien zwischen deutschen Touristen am Ballermann will der Bürgermeister der Hauptstadt Palma, Antoni Noguera, neue Kampagnen starten, um Urlauber über die gewünschten Verhaltensregeln aufzuklären. Es kommt zwar nicht zu einem gänzlichen Party-Verbot, jedoch haben sich die Besucher verstärkt an die Benimmregeln zu halten. 

Das betonte Noguera am Mittwoch nach einem Treffen mit der deutschen Konsulin Sabine Lammers ohne Details zu nennen. „Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass Orte wie die Schinkenstraße und ihre Umgebung keine positiven Auswirkungen weder für die Stadt noch für den Tourismus haben“, betonte er.

„Diese Art Tourismus schafft falsche Stereotype“

Lammers habe bei dem Treffen bekräftigt, bei den Kampagnen mit der Stadtverwaltung kooperieren zu wollen, sagte der Bürgermeister. Dabei räumte er aber auch ein, dass es sich bei den Sauf- und Krawalltouristen um eine Minderheit handele. „Diese Art Tourismus schafft falsche Stereotype“, sagte Noguera.

Gerade der Strandabschnitt am Ballermann ist wegen seiner Alkoholexzesse inklusive sogenanntem „Eimersaufen“ berühmt-berüchtigt. „Wir wollen diese Touristen nicht“, erklärte Noguera. Das gelte insbesondere auch für Neonazis, die in den vergangenen Wochen in der Gegend aufgetreten waren. Für diese gebe es „null Toleranz“, hieß es.

dpa/sl

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