48 Menschen an Bord

Flugzeugabsturz in Pakistan: Alle Insassen gestorben

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Islamabad - Ein Passagierflugzeug mit 48 Menschen an Bord ist am Mittwoch kurz vor Islamad abgestürzt, nachdem die Maschine zuvor vom Radar verschwunden war. Laut der Fluggesellschaft befinden sich auch zwei Österreicher unter den Opfern. 

Im bergigen Norden Pakistans sind am Mittwoch beim Absturz einer Propellermaschine alle 48 Insassen ums Leben gekommen, darunter zwei Österreicher, die an einem Wasserkraftprojekt arbeiteten. Die Maschine sei von Chitral im Norden des Landes in die Hauptstadt Islamabad unterwegs gewesen, teilte die Luftfahrtbehörde mit. "Niemand hat überlebt", sagte ein Sprecher der Flugaufsicht einige Stunden nach dem Unglück.

Der Absturzort in Pakistan.

"Einwohner haben uns berichtet, dass das Flugzeug abgestürzt und in Flammen aufgegangen ist", sagte Saeed Wazir von der örtlichen Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Die Fluggesellschaft Pakistan International Airlines hatte zunächst lediglich mitgeteilt, dass die Turboprop-Maschine vom Typ ATR-42 von den Radarschirmen verschwunden sei. Wenige Stunden später wurden die Befürchtungen traurige Gewissheit: Das Flugzeug sei in der Nähe der Stadt Havelian abgestürzt, sagte der Vertreter der Luftfahrtbehörde.

Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete unter Berufung auf einen Wiener Außenamtssprecher, dass bei dem Unglück zwei Österreicher ums Leben kamen. Sie arbeiteten für ein Unternehmen, das Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke anbietet.

Das letzte schwere Flugzeugunglück ereignete sich in Pakistan 2010: Ein Airbus 321 der privaten Gesellschaft Airblue stürzte auf dem Weg von Karachi nach Islamabad kurz vor der geplanten Landung ab. Dabei starben alle 152 Menschen an Bord.

Die Fluggesellschaft Pakistan International Airlines hatte zunächst lediglich mitgeteilt, dass die Maschine vom Typ ATR-42 von den Radarschirmen verschwunden sei. Wenige Stunden später wurden die Befürchtungen traurige Gewissheit.

An Bord der Turboprop-Maschine sind laut einer im Internet veröffentlichten Passagierliste 42 Passagiere und Geo TV zufolge mindestens drei Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren sollen Medienberichten zufolge auch mehrere Ausländer sein.

Polizisten in der Nähe des mutmaßlichen Unglücksortes sagten der Deutschen Presse-Agentur, das Flugzeug sei in bergigem Gelände abgestürzt. Auf Bildern waren brennende Wrackteile zu sehen. Die Armee habe Soldaten und Helikopter mobilisiert, teilte ein Sprecher mit. Zunächst waren nur etwa 20 Tote geborgen worden. Es sei nicht wahrscheinlich, dass es Überlebende gegeben habe, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Die Absturzstelle ist nur schwer zugänglich. Über die Ursache war noch nichts bekannt.

An Bord soll sich auch ein früherer bekannter pakistanischer Popstar befunden haben. Junaid Jamshed war in den 80er Jahren Rockmusiker, bevor er sich der Religion zugewandte und religiöse Texte und Lieder veröffentlichte. Seine Familie berichtete, Jamshed sei als Prediger in Chitral unterwegs gewesen. Auf Twitter drückten Tausende Fans ihre Bestürzung aus.

afp/dpa

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