Tourismusbehörde hat sich geirrt

Peinlich: Litauen wirbt für sich - mit falschen Bildern

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Eissegeln in Litauen: Die Landschaft des Landes kann sich eigentlich sehen lassen.

Vilnius - In Litauen gibt es über 200 Naturschutzgebiete, die Wasserburg und die barocke Altstadt von Vilnius. Das sollte reichen, um Gäste anzulocken. Die Tourismusbehörde bediente sich trotzdem lieber an anderen Motiven.

Skandal um falsche Werbebilder für Litauen: Die staatliche Tourismusbehörde hat mit ausländischen Landschaftsbildern Werbung für das baltische Land gemacht und sich damit Hohn, Spott und handfesten Ärger eingehandelt. Unter dem Slogan „Real is Beautiful“ (Echt ist schön) warb das Amt in einer Online-Kampagne nicht nur mit Aufnahmen von heimatlichen Sehenswürdigkeiten für Reisen nach Litauen, sondern auch mit Bildern aus anderen nordischen und osteuropäischen Ländern. Dies berichtete die Zeitung Lietuvos rytas (Samstag).

Medien hatten zuvor aufgedeckt, dass die Tourismusbehörde günstige Illustrationen und Bilder aus Fotodatenbanken verwendet hatte. Die Tourismusbehörde hatte die Werbung zunächst verteidigt. Nach einer Einbestellung ins Wirtschaftsministerium, das nun eine Untersuchung einleitete, trat Behördenchefin Jurgita Kazlauskiene zurück.

In sozialen Medien erntete die Kampagne viel Spott. Unter dem Hashtag #Realisbeautiful wurden Dutzende ironische Beiträge mit Bildern von „litauischen“ Sehenswürdigkeiten veröffentlicht.

Auch Regierungschef Saulius Skvernelis beteiligte sich: „Ab morgen beginnen wir im neuen Regierungsgebäude in Karoliniskes zu arbeiten“, schrieb er mit einem lächelnden Smiley auf Facebook zu einem Bild des Hauptgebäudes der EU-Kommission in Brüssel.

dpa

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