Pfarrerin wird mit 66 Mutter von Zwillingen

Grüsch - Eine Pfarrerin aus der Schweiz hat im Alter von 66 Jahren Zwillinge zur Welt gebracht. Um noch Mutter werden zu können, umging sie sogar das Gesetz. Die Empörung darüber ist groß.

Die 66-Jährige hat vor zwei Wochen in einer Schweizer Klinik zwei Jungen geboren. Das berichtet das Onlineportal blick.ch. Die pensionierte Theologin aus der kleinen Gemeinde Grüsch ist damit die älteste Mutter der Schweiz.

Um in ihrem hohen Alter schwanger zu werden, hat sie sich im Ausland eine gespendete Eizelle einsetzen lassen. Durch künstliche Befruchtung nach dem sogenannten In-vitro-Verfahren konnten die Zwillinge heranreifen. In der Schweiz ist das verboten. Das Gesetz besagt, dass eine künstliche Befruchtung nur in Frage kommt, wenn die Eltern "auf Grund ihres Alters und ihrer persönlichen Verhältnisse voraussichtlich bis zur Mündigkeit des Kindes für dessen Pflege und Erziehung sorgen können", berichtet blick.ch.

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Die alleinstehende Pfarrerin wird 84 Jahre alt sein, wenn ihre beiden Jungs volljährig werden. Ob sie bis dahin in der Lage sein wird, sich um sie zu kümmern, steht in den Sternen. Die Mutter selbst wird mit folgenden Worten zitiert: "Das ist meine Privatangelegenheit. Aber es ist unglaublich, was heute medizinisch möglich ist."

Die Bevölkerung sieht das mit der Privatsphäre teilweise etwas anders. Viele jüngere Mütter aber auch Frauen mittleren Alters sprechen von "blankem Egoismus". Eine 63-Jährige schimpft beispielsweise: "Das ist egoistisch! Die Dame denkt nur an ihr eigenes Wohl. Sie kann ja kaum mehr etwas mit den Kindern unternehmen. Und wenn die Zwillinge in die Schule kommen, werden sie nur geärgert wegen ihrer alten Mutter. Das ist brutal für die Kinder."

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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